Hamburg - Im August lagen die Ausfuhren laut "Financial Times Deutschland" um mehr als sieben Prozent über denen der USA, der bisherigen Nummer Eins bei den Exporten. Japan folge an dritter Stelle, wie aus entsprechenden Handelsdaten von OECD, Internationalem Währungsfonds und nationalen Statistikämtern hervorgehe.
Deutschland war in den achtziger Jahren lange Zeit der größte Exporteur der Welt, büßte diese Position jedoch nach der Wiedervereinigung ein. Erste Anzeichen für die Rückkehr auf den Spitzenplatz hätten bereits die Daten für das Frühjahr geliefert, so die "FTD". Nach OECD-Zahlen seien die deutschen Warenausfuhren auf Dollar-Basis in saisonbereinigter Rechnung im April erstmals höher als die US-Exporte gewesen.
Ein Grund für die gute Performance sei Experten zufolge die günstige Kostenentwicklung seit Mitte der 90er Jahre. "Deutschland hat durch zunehmende Lohnzurückhaltung merklich aufgeholt", sagte Harald Jörg, Volkswirt bei der Dresdner Bank, der Zeitung. Verstärkt worden sei der Aufwärtstrend der deutschen Exporte im ersten Halbjahr durch die Aufwertung des Euro. Dadurch ergebe sich rein rechnerisch ein höherer Dollar-Wert für die Ausfuhren.
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