Wirtschaft



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17.10.2003
 

Pleitewelle

Firmensterben nimmt weiter zu

Die Zahl der Insolvenzen steigt in Deutschland weiter an. Das Statistische Bundesamt registrierte sowohl bei Unternehmen als auch bei Privatleuten weitaus mehr finanzielle Zusammenbrüche als im Vorjahr.



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DPA

Wiesbaden - Mit 3584 Unternehmen meldeten im Juli 8,5 Prozent mehr Betriebe als ein Jahr zuvor Zahlungsunfähigkeit an, hieß es in einer Mitteilung der Statistiker. Die Gesamtzahl der Insolvenzen erhöhte sich sogar um 20,8 Prozent auf 9186. Verantwortlich dafür war ein sprunghafter Anstieg der Verbraucherinsolvenzen, deren Zahl um 55,1 Prozent auf 3107 in die Höhe schnellten.

In den ersten sieben Monaten des Jahres haben die deutschen Amtsgerichte insgesamt 58.701 Insolvenzen gemeldet. Davon entfielen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 23.537 auf Unternehmen und 35.164 auf andere Schuldner. Damit lag die Gesamtzahl der Insolvenzen um 24,1 Prozent und die der Unternehmensinsolvenzen um 9,0 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. Bei den Verbraucherinsolvenzen wurde mit 67,7 Prozent ein besonders starker Anstieg verzeichnet.

Die Gesamthöhe aller offenen Forderungen bezifferte das Bundesamt für die ersten sieben Monate 2003 mit 26 Milliarden Euro - ein Fünftel weniger als von Januar bis Juli 2002.

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