München - Neben Vorstandschef Urs Rohner blieben voraussichtlich nur Finanzvorstand Lothar Lanz und Chief Operating Officer Guillaume de Posch im Unternehmen, berichtete die "Süddeutsche Zeitung". Den Belgier De Posch hatte Saban selbst installiert. "Ich kann bestätigen, dass es Überlegungen gibt, die Größe und Zusammensetzung des Vorstandes zu verändern", sagte ein Unternehmenssprecher. Entscheidungen seien aber noch nicht getroffen.
Gehen müssen dem Bericht zufolge der für den Bereich Information zuständige Claus Larass, Ludwig Bauer (Fernsehen) und Jürgen Doetz (Medienpolitik). Doetz soll demnach allerdings in anderer Position im Unternehmen verbleiben.
Künftig wird es bei ProSiebenSat.1 laut dem Bericht eine Profitvorgabe von 15 Prozent Rendite auf den Gesamtzumsatz geben. Der Gewinn (erstes Halbjahr: 2 Millionen Euro bei 878 Millionen Euro Umsatz) soll so schnell wie möglich steigen. Vorstand und Saban-"Geheimwaffe" de Posch untersuche derzeit jeden Programmplatz auf den Deckungsbeitrag hin. Teure Eigen- oder Auftragsproduktionen stünden auf dem Prüfstand - das Programm solle mittels Sabans US-Lizenzware "amerikanischer" werden.
Besonders in Gefahr ist der Nachrichtensender N24, der im laufenden Jahr einen Verlust von 20 Millionen Euro einfahren wird. Dem Bericht zufolge gibt es zwei Varianten für die Zukunft von N24: Entweder ein Teilverkauf an Interessenten wie Rupert Murdoch oder NBC. Oder Saban wandelt den Nachrichtenkanal in einen seichten Info-Channel um, der vor allem auf Comedy und Promi-Meldungen setzt - "eine elektronische 'Gala' mit 'Explosiv'-Mischung", so die "Süddeutsche".
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Wirtschaft | Twitter | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2003
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH