Berlin - "Bei der Post können die Mitarbeiter schon bis zu 48 Stunden pro Woche arbeiten. Das ist das Modell der Zukunft", sagte CSU-Wirtschaftsexperte Johannes Singhammer der "Bild"-Zeitung. Die aktuelle Debatte über längere Arbeitszeiten "sei überfällig".
Auch der Vorsitzende des Bundestags-Wirtschaftsausschusses, Rainer Wend (SPD), erneuerte seine Forderung, in flexiblen Tarifverträgen Arbeitszeiten bis zu 45 Stunden pro Woche zu ermöglichen. "Betriebe müssen im Rahmen von Tarifverträgen mehr Möglichkeiten haben, bei guter Auftragslage die Arbeitszeiten auch auszuweiten", sagte Wend der "Bild".
Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Michael Sommer, protestierte gegen die neuen Forderungen: "Dadurch wird kein einziger Arbeitsplatz geschaffen."
Während die Diskussion um verlängerte Arbeitszeiten in vollem Gange ist, haben der Autohersteller Opel und die Deutsche Telekom am Mittwoch bekannt gegeben, die Arbeitszeiten von Teilen ihrer Beschäftigten zu verkürzen. Als Folge schlechter Absatzzahlen will der Rüsselsheimer Autohersteller Opel in seinem hessischen Stammwerk die 30-Stunden-Woche einführen. Die Deutsche Telekom will die Arbeitszeit von 100.000 Mitarbeitern der Festnetzsparte T-Com ohne Lohnausgleich um zehn Prozent senken.
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