Düsseldorf - Die Übergabe des Papiers hat sich auf Grund immer neuer Fehlbewertungen in den Büchern um zwei Monate auf nunmehr Mitte Dezember verzögert. Bei einem zu erwartenden operativen Gewinn von 500 bis 600 Millionen Euro verbleibe den bisherigen Berechnungen zufolge ein Jahresverlust von mindestens 1,7 Milliarden Euro. Das könne "auch noch etwas mehr werden", heißt es in Aufsichtskreisen. Angesichts der "neuen Lage" müsse nun diskutiert werden, ob das Land Nordrhein-Westfalen und die Sparkassenverbände als Haupteigner des angeschlagenen Instituts Kapital nachschießen sollen, heißt es aus dem Gremium.
Fraglich sei zudem, ob sich der für das Auslandsgeschäft zuständige Vorstand Gerhard Roggemann halten könne. In der Affäre um die Kreditvergabe an die englische Leasingfirma Boxclever bestand die BaFin bislang auf den Rauswurf von zwei Vorständen, des Ex-Chefs des Instituts, Jürgen Sengera, und dessen Manager-Kollegen Andreas Seibert. Zugleich erklärten wegen der Affäre, die sich schnell auf weitere Auslandsengagements ausgedehnt hatte, der Interimschef Johannes Ringel und sein Kollege Adolf Franke vorzeitig ihren Rücktritt. Gegen mehrere Vorstände ermittelt nun die Staatsanwaltschaft. Ab Januar leitet der ehemalige Vorstand der Deutschen Bank, Thomas Fischer, das Institut.
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