Wiesbaden - In den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres hätten Bund, Länder und Gemeinden 755,7 Milliarden Euro ausgegeben und damit 2,6 Prozent mehr als vor Jahresfrist, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit. Die Einnahmen blieben mit 659,6 Milliarden Euro nahezu unverändert. "Das Finanzierungsdefizit der öffentlichen Haushalte in der Abgrenzung der Finanzstatistik erreichte dadurch 95,9 Milliarden Euro und lag um gut 20 Milliarden Euro über dem Ergebnis der ersten drei Quartale 2002", hieß es.
Vor allem die Ausgaben für soziale Leistungen seien mit 3,4 Prozent stark gestiegen. Die Personalausgaben hätten um zwei Prozent zugelegt. Weiter rückläufig hätten sich die Bauausgaben entwickelt. Sie seien um 2,3 Prozent gesunken. Die Länder steigerten ihre Ausgaben mit 2,7 Prozent am stärksten, gefolgt von der gesetzlichen Sozialversicherung mit einem Plus von zwei Prozent und dem Bund mit einem Anstieg von 1,5 Prozent. Vor allem wegen anhaltender Einsparungen bei den Bauinvestitionen von weit mehr als fünf Prozent blieben die Ausgaben der Gemeinden fast unverändert.
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