Düsseldorf - "Sie haben doch erzählt, dass die neuen iBooks doppelt so lange halten wie die alten. Sie haben doch nicht gelogen oder?", lautet sinngemäß der verzweifelte Beitrag eines Apple-Fans im Diskussionsforum auf der Apple-Site. Der Wunsch dahinter: Der Ausfall des eigenen Notebooks möge doch bitte ein bedauerlicher Einzelfall sein. Doch von einem Einzelfall, von der Ausnahme, die die Regel bestätigt, kann keine Rede sein. Gleich reihenweise berichten iBook-Besitzer im selben Forum von schwarzen Bildschirmen oder kollabierten Prozessoren von Rechnern, die kaum ein Jahr alt waren.
Die Ausfälle waren selbst eingefleischten Apple-Fans zu viel. Ihrem Ärger wollen die Besitzer der reparaturanfälligen Notebooks jetzt in einer spektakulären Aktion Luft machen. Nach einem Bericht der englischen Fachzeitschrift "The Register" wollen sie auf der diesjährigen Apple-Messe MacWorld in San Francisco, die in der zweiten Januarwoche beginnt, lautstark gegen die mangelnde Qualitätskontrolle von Apple protestieren. 300 besonders erboste Apple-User wollen sich gar zusammenschließen, um eine Sammelklage einzureichen.
Als Ursache für die Ausfälle machten die User neue Materialien aus, die die empfindliche Technik nur unzureichend vor Einwirkungen von außen schützen. Apple hatte die iBook-Reihe im vergangenen Herbst noch einmal einer Renovierung unterzogen, doch die Anfälligkeit sei dadurch nicht geringer geworden, schreibt "The Register" und bezieht sich auch auf eigene Erfahrungen. Zwei redaktionseigene iBooks aus amerikanischer Produktion hätten nach nur zehn Wochen den Dienst quittiert.
Bei Apple selbst will man von einer Reparaturanfälligkeit der betroffenen Notebook-Reihe nichts wissen. Einziges Angebot: Auf der Support-Seite der Apple-Homepage bietet der Computerhersteller eine Verlängerung der Garantiezeit auf drei Jahre an - gegen Gebühr. Inklusive zusätzlichem Supportangebot werden dafür allein für das iBook zusätzliche 249 Dollar fällig.
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