Wirtschaft



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25.01.2004
 

Gesundheitsreform

Kassen planen Einschnitte bei der Praxisgebühr

Offenbar sind viele Krankenkassen bereit, die Kosten der Praxisgebühr zu verringern, wenn die Patienten zuerst einen Hausarzt aufsuchen. Sogar über einen Erlass wird nachgedacht. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt findet eine solche Entscheidung gut - entspricht doch das Hausarzt-Modell ohnehin ihrem Reformkonzept.

 Praxisgebühr: Bald von vielen Kassen ersetzt?
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DPA

Praxisgebühr: Bald von vielen Kassen ersetzt?

Berlin - Anzeichen, dass viele Kassen sich dem Hausarztmodell zuwenden wollen und damit Rabatte oder sogar den gänzlichen Erlass der Praxisgebühr anstreben, ergab jetzt eine Umfrage der "Bild am Sonntag". Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt begrüßte dem Blatt zufolge die Ankündigungen. "Das Hausarztmodell entspricht den Zielen der Gesundheitsreform", sagte die SPD-Politikerin.

Die DAK hatte in der vergangenen Woche als erste angekündigt, das Hausarztmodell ab Sommer einführen zu wollen. Sie steht noch in Verhandlungen mit Vertragsärzten. Nach dem Modell verpflichtet sich ein Patient, nur mit Überweisung des Hausarztes einen Facharzt aufzusuchen. Dafür wollen Krankenkassen einen Bonus gewähren. Laut "Bild am Sonntag" reichen die Rabatte vom vollständigen oder teilweisen Erlass der pro Quartal fälligen zehn Euro Praxisgebühr bis zu Entlastungen bei der Zuzahlung zu Medikamenten.

 Ministerin Schmidt: Lobende Worte
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AP

Ministerin Schmidt: Lobende Worte

Rabatte auf die Praxisgebühr erwägen dem Blatt zufolge die Techniker-Krankenkasse mit 5,4 Millionen Versicherten, regionale Zweige der AOK, zehn Prozent der Betriebskrankenkassen, die Barmer Ersatzkasse mit acht Millionen Versicherten, die Gmünder Ersatzkasse und die Innungskrankenkassen. Der Sprecher der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Roland Stahl, sagte: "Wenn alle Kassen den Wettbewerb mitmachen, wird die Praxisgebühr überfällig."

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