Wirtschaft



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12.03.2004
 

Jubelmeldung

Bahn feiert Erfolg - nur 177 Millionen Verlust

Trotz massiver Probleme im Fernverkehr hat die Deutsche Bahn ihren Verlust mehr als halbiert. Bahnchef Mehdorn ist begeistert und spricht von einem "Meilenstein".

Verspäteter ICE: Rückgang im Personenverkehr
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GMS

Verspäteter ICE: Rückgang im Personenverkehr

Berlin - Das Minus beim Betriebsergebnis nach Zinsen schrumpfte auf 177 Millionen Euro, wie der bundeseigene Konzern am Freitag nach einer Sitzung des Aufsichtsrats in Berlin mitteilte. Ein Jahr zuvor waren noch minus 454 Millionen Euro ausgewiesen worden, und noch im Dezember war ein Minus von 200 Millionen prognostiziert worden.

Der Bahn-Vorstand wiederholte, man wolle 2004 die Wende in die Gewinnzone schaffen. Bahnchef Hartmut Mehdorn sagte, man habe auf dem "Weg zur Herstellung der Kapitalmarktfähigkeit" einen großen Schritt nach vorne gemacht. Die wirtschaftlichen Ziele habe man trotz schwieriger Lage erreicht. Die Ergebnisse seien erreicht worden, obwohl das Unternehmen aus eigener Kraft mehr als vier Milliarden Euro investiert habe.

Der Konzernumsatz stieg nach vorläufigen Zahlen um 51 Prozent auf 28,2 Milliarden Euro. Hintergrund ist, dass die Frachttochter Stinnes erstmals voll in die Bilanz einbezogen wurde. Ohne diese konsolidierungsbedingten Veränderungen stiegen die Erlöse um 2,1 Prozent auf 15,9 Milliarden Euro.

Immerhin der Nahverkehr legt zu

Im Fernverkehr ging die Verkehrsleistung wegen Konjunkturschwäche, der Konkurrenz der Billigflieger und dem Ärger um das Preissystem um 4,7 Prozent auf 31,6 Milliarden Personenkilometer zurück. Zudem waren Fernstrecken zu Regionalverbindungen umgewidmet worden. Im Nahverkehr legte die Verkehrsleistung dagegen um 3,4 Prozent auf 37,9 Milliarden Personenkilometer zu.

Mehdorn wertete diese Entwicklung als zufriedenstellend. Im Vergleich zur Entwicklung des deutschen Personenverkehrsmarkts, der 2003 um 2,4 Prozent zurückging, liege die Verkehrsleistung im DB-Schienenpersonenverkehr mit nur 0,4 Prozent Rückgang auf 69,5 Milliarden Personenkilometer annähernd auf Vorjahresniveau. Durch gezielte Angebotsveränderungen habe sich auf kürzeren Entfernungen eine spürbare Umorientierung der Kunden vom Fern- zum Nahverkehr ergeben, sagte Mehdorn.

Im Schienengüterverkehr steigerte die Tochter Railion Deutschland (vormals DB Cargo) ihre Verkehrsleistung um 2,1 Prozent auf 74 Milliarden Tonnenkilometer und stabilisierte ihren Marktanteil.

Am Donnerstag hatte die US-Investmentbank Morgan Stanley eine erste Analyse zur Börsenfähigkeit der Bahn vorgelegt. Die Banker hatten sich darin nicht auf das Jahr 2006 als Zeitpunkt für einen möglichen Börsengang festlegen wollen. Morgan Stanley war von der Bundesregierung beauftragt worden, das Staatsunternehmens zu begutachten. Die Analyse war lediglich ein Zwischenergebnis.

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