Wirtschaft



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20.04.2004
 

Welteke-Nachfolge

Wirtschaftsweiser Weber wird Bundesbank-Chef

Der Kölner Professor und Wirtschaftsweise Axel Weber soll neuer Bundesbank-Präsident werden. Dies bestätigte das Finanzministerium am Dienstagabend.

Neuer Bundesbank-Chef: Axel Weber
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DDP

Neuer Bundesbank-Chef: Axel Weber

Berlin - Bundeskanzler Gerhard Schröder und Bundesfinanzminister Hans Eichel (beide SPD) haben sich am Dienstag überraschend auf Weber geeinigt. Der 47-Jährige ist seit November 2001 Professor für Internationale Ökonomie an der Universität Köln und seit März 2002 Mitglied im Sachverständigenrat der Bundesregierung.

Die Entscheidung soll am Mittwochvormittag dem Bundeskabinett mitgeteilt werden. Als Nachfolger des zurückgetretenen Bundesbankchefs Ernst Welteke waren bislang dessen Stellvertreter Jürgen Stark und Wirtschafts-Staatssekretär Alfred Tacke als heiße Kandidaten gehandelt worden.

In Regierungskreisen hieß es, der parteilose Weber habe bereits zugesagt, sich für das Amt nominieren zu lassen. Mit seiner Berufung wolle die Bundesregierung ihren Willen unterstreichen, die Unabhängigkeit der Bundesbank zu wahren. Weber verfüge über profunde Kenntnisse in Finanz- und Wirtschaftsfragen und habe als Wissenschaftler Erfahrungen in Deutschland, Großbritannien und den USA gesammelt.

Stellungnahme der Bundesbank

Weber stellt sich nun dem Bundesbank-Vorstand vor.Das Gremium hat kein Recht, gegen den Vorschlag Einspruch zu erheben. Er hat allerdings ein Recht auf Anhörung und wird nach Befragung Webers der Bundesregierung seine Stellungnahme zuleiten. Als Bundesbank-Präsident wird Weber auch dem Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) angehören.

Der designierte Bundesbankpräsident Axel Weber ist in Kusel (Rheinland-Pfalz) geboren, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Der gelernte Volkswirt begann seine akademische Laufbahn 1982 an der Universität Siegen. Von 1998 bis 2001 war er Direktor des "Center for Financial Studies" in Frankfurt am Main. Weber gilt als Experte für Geldpolitik.

Ernst Welteke, 61, war am Freitag wegen einer Hotel-Affäre von seinem Amt zurückgetreten.

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