Wirtschaft



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08.05.2004
 

Kriminalität

Verdacht auf Kassenbetrug in Fielmann-Brillengeschäften

Die Staatsanwaltschaft hat Optiker-Geschäfte des Brillenimperiums Fielmann in Niedersachsen wegen des Verdachts auf Abrechnungsbetrug durchsucht. Die Ermittler vermuten, dass Rezepte manipuliert und falsch abgerechnet wurden.

Hamburg - Laut Informatinen des SPIEGEL gehen die Ermittler außerdem dem Verdacht nach, dass im Januar Verordnungen rückdatiert wurden. So konnten Patienten noch Kassenleistungen in Anspruch nehmen, die mit Beginn des Jahres auf Grund der Gesundheitsreform weggefallen waren. Auslöser war eine Strafanzeige der AOK.

Fielmanns Sprecher Matthias Branahl zufolge wird gegen vier Filialen ermittelt, darunter auch das in Cuxhaven, welches das erste Geschäft von Firmengründer Günther Fielmann war. Die betroffenen Betriebsleiter seien suspendiert. Laut Branahl handelt es sich dabei um Franchise-Unternehmen - also Lizenznehmer -, was die konzerneigenen Revisionsmöglichkeiten stark einschränke. Rund 50 der über 500 Fielmann- Filialen werden in dieser Form geführt, der Rest gehört unmittelbar zum Unternehmen. Firmenchef Fielmann erwägt nun, alle Franchise-Verträge zu kündigen. In Branchenkreisen heißt es, der Optiker habe sich mit der AOK bereits auf einen sechsstelligen Schadensausgleich geeinigt. Fielmann äußert sich dazu nicht.

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