San Diego - "Es ist offensichtlich, dass diese beiden Firmen eine Gelegenheit sahen, mit den Informationen Geschäfte zu machen, die sie mit allen Mitteln aus den Gefangenen herausholten", sagte die Rechtsanwältin Susan Burke. Sie reichte die Klage im Namen von irakischen Ex-Häftlingen und der Menschenrechtsorganisation Center for Constitutional Rights ein. Zu den Klägern gehören auch Angehörige eines Gefangenen, der bei den Folterungen ums Leben kam.
Neben Schadenersatz und Schmerzensgeld wollen Burke und ihre Mitstreiter erreichen, dass Titan und CACI keine Staatsaufträge mehr erhalten. Sprecher beider Firmen bezeichneten die Vorwürfe als haltlos, unseriös und empörend. Wil Williams von Titan kündigte an, dass sich sein Unternehmen aggressiv gegen die Klage zur Wehr setzen werde.
In der Klageschrift wird behauptet, dass Titan und CACI gemeinsam das "Team Titan" bildeten, welches von den US-Streitkräften zur Befragung von Gefangenen eingesetzt wurde. CACI bestritt allerdings in einer schriftlichen Stellungnahme, dass es jemals eine solche Verbindung gegeben habe. Nach Angaben von Burke erinnern sich die irakischen Kläger jedoch an Namen von Mitarbeitern beider Firmen. Diese seien bei den Folterungen im Unterschied zu den Soldaten in Zivil aufgetreten.
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