Berlin - Die Lage für Langzeitarbeitslose ist so übel auch wieder nicht, das ist die Botschaft Wolfgang Clements. Zumindest gilt das aus seiner Sicht für diejenigen, die einen der neuen Ein-Euro-Jobs abbekommen. Und das werden nicht wenige sein, versprach der Bundeswirtschaftsminister in der "Welt".
Er rechne mit einer "erheblichen Verstärkung öffentlicher Arbeitsgelegenheiten, vielleicht auf 20 Prozent der heutigen Langzeitarbeitslosen, das wären mindestens 600.000", sagte der SPD-Politiker. Durch die Kombination aus Stütze und Lohn könnten die Arbeitslosen dann auf Nettoeinkommen von 850 bis 1000 Euro kommen.
Bundesagentur: Angst vor dem Antrag-Stau
Die Bundesagentur teilte mit, dass die Anträge für das neue Arbeitslosengeld II nur sehr zögerlich ausgefüllt werden. Seit Mitte Juli seien zwar 1,3 Millionen Formulare verschickt worden, bis Mitte August lag der Rücklauf aber weit unter den erwarteten 13 Prozent, sagte der Vize-Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Heinrich Alt, der "Berliner Zeitung".
Dies liege womöglich an den Sommerferien und daran, dass sich die Betroffenen noch Rat bei den Arbeitsagenturen und Beratungsstellen holen müssten, sagte Alt. Dennoch appelliere er an die Antragsteller, die Anträge so rasch wie möglich abzugeben. Je länger man warte, desto größer werde die Gefahr eines Staus bei der Bundesagentur gegen Ende des Jahres.
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