Köln - Aus Sicht des Kölner Marketingdienstleisters Endmark hat in der deutschen Werbebranche eine Rückbesinnung auf die deutsche Sprache stattgefunden. Viele Konzerne berücksichtigten so, dass deutsche Werbebotschaften verständlicher seien. Lange hatten sie sich für englische Botschaften entschieden, weil diese als moderner und innovativer galten.
Endmark hatte im Sommer 2003 eine Studie herausgebracht, derzufolge viele Deutsche mit den englischsprachigen Werbebotschaften nicht zurechtkamen. Damals wurden zwölf Werbekampagnen untersucht. Acht davon seien inzwischen eingestellt worden und durch deutschsprachig gehaltene Kampagnen ersetzt worden.
Siemens stellt sich stur
So wechselte McDonald's
von "Every
time a good time" zu "Ich liebe es". Bei Lufthansa
heißt es nicht
mehr "There's no better way to fly", sondern "Alles für diesen
Moment". Douglas
änderte seine Botschaft von "Come in and find out»
in "Douglas macht das Leben schöner". Sat.1 lockt nicht mehr mit "Powered
by Emotion", sondern "zeigt's allen".
Auch bei Esso besann man sich nach "We are drivers too" auf alte
Werte mit "Packen wir's an", der Audi TT ist nicht mehr "Driven by
Instinct", sondern einfach "Pur und faszinierend". Die Chancen,
eine Fahrt in einem Mitsubishi zu überleben, sind nach dem missverständlichen "Drive Alive"
nun mit "Heute. Morgen. Übermorgen" bedeutend besser geworden. Beim Energieriesen RWE
schließlich folgte auf "One Group. Multi Utilities" inzwischen "Alles
aus einer Hand".
Lediglich bei Siemens mobile bleibt man - trotz Änderung des Wahlspruchs - der englischen Sprache treu: Statt "be inspired" heißt es dort jetzt "designed for life".
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