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Online per Laptop Warum die Hotspot-Träume geplatzt sind

2. Teil: Teil zwei: Einfalltor für Viren

WLAN-Equipment: Standardsortiment im Computermarkt
DPA

WLAN-Equipment: Standardsortiment im Computermarkt

Tatsächlich untersagen viele Firmen ihren Mitarbeitern wegen der Sicherheitsrisiken die Nutzung öffentlicher Internetzugänge nicht selten ausdrücklich. Der Laptop könnte zum Einfallstor für Viren und andere digitale Schädlinge ins Firmennetz werden oder die drahtlos übertragenen Daten könnten in falsche Hände geraten. Zwar sind die Sicherheitslücken des ersten WLAN-Sicherheitsstandards WEP (Wired Equivalent Privacy) inzwischen mit dem Nachfolge-Protokoll WPA (Wi-Fi Protected Access) und WPA 2 geschlossen worden; diese sind aber noch nicht auf allen Geräten verfügbar. Zu viele Nutzer verzichten zudem gänzlich darauf, irgendeine Verschlüsselung zu aktivieren oder ihren Virenschutz täglich zu aktualisieren.

Auch der Preis ist geradezu prohibitiv. Der drahtlose Internetzugang kostet nicht selten fünf bis zehn Euro pro Stunde und kürzere Taktzeiten werden gar nicht angeboten. Das einmalige Herunterladen von E-Mails wird somit zu teuren Vergnügen. Wer sich den ganzen Tag in einem Hotspot aufhalten will, legt am Ende 25 Euro auf den Tisch - das entspricht dem Preis für einen festen DSL-Anschluss für den ganzen Monat. Bei den meisten Anbietern läuft das Zeitguthaben überdies unabhängig von der genutzten Online-Zeit ab und verfällt, wenn der Nutzer sich von dem Hotspot abmeldet.

Doch selbst, wer sich von solchen Rahmenbedingungen nicht abschrecken lasse, sei noch keinesfalls am Ziel, gibt Stamm zu bedenken. Denn häufig sei die Einwahl so schwierig, dass nur ausgebildete Computerfachleute damit zurecht kämen.

Die Probleme beginnen bereits mit der richtige Konfiguration des mitgebrachten Laptops. Was mit dem drahtlosen Internetzugang zu Hause und im Büro funktioniert, funktioniert nämlich noch lange nicht unterwegs. Selbst bei korrekter Einstellung aller Optionen wird die Verbindung nicht selten verweigert oder reißt immer wieder ab, obwohl der Funkempfang gut ist.

Um das Risiko zu verringern, dass Hotspots und Laptop nicht kompatibel sind, überprüft die Hersteller-Vereinigung Wi-Fi-Alliance die von ihren Mitgliedern eingereichten Geräte regelmäßig auf Einhaltung der Standards. "Von den zur Zertifizierung vorbereiteten Produkten fallen 25 bis 30 Prozent beim Test durch", weiß Frank Hanzlik von der Wi-Fi-Alliance, "Produkte, die nicht die rigorosen Testvorbereitungen durchlaufen, haben eine noch höhere Durchfallrate." Und solche Geräte gibt es im Handel durchaus.

Stamm wirbt jedoch um Verständnis. WLAN sei eben keine einheitliche Technologie, auch wenn dies der einheitliche Funkstandard suggeriere. Auch existiere für die Einwahl-Software für und die Benutzeroberflächen noch kein Anbieter, der ähnlich wie Microsoft im Markt für Office-Programme ein Strichmuster vorgebe, an dem sich auch die Konkurrenten orientierten. "Es ist, wie bei jeder Technologie, die noch am Anfang steht. Zunächst ist sie heterogen und nur etwas für Fachleute. Der Massenmarkt kommt erst sehr viel später."

Dass die Hotspots das Zeug für einen Massenmarkt haben, davon ist Stamm jedoch fest überzeugt. "Wahrscheinlich dauert es noch eine Zeit, bis sich der Markt konsolidiert hat und weniger große Anbieter mit einem einheitlichen Erscheinungsbild auftreten." Vielfach sei auch schon zu beobachten, dass sich kleinere Einzelanbieter zu Verbünden zusammenschlössen.

Aber auch die Großen mischen bereits kräftig mit, darunter auch alle Mobilfunkanbieter, die ursprünglich um ihre Pfründe im UMTS-Netz fürchteten. Allen voran der Marktführer Deutsche Telekom. In den nächsten Monaten, so die Planungen, sollen mehr als 10.000 neue Hotspots eingerichtet werden.

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