Aretsried/Freising - Am Müller-Stammwerk in Aretsried bei Augsburg gab es handgreifliche Auseinandersetzungen zwischen Greenpeace-Mitarbeitern Sicherheitsleuten. Als Nikoläuse verkleidete Aktivisten der Umweltschutzorganisation haben dort gegen den Lebensmittelkonzern Müller-Milch protestiert. Hintergrund der Aktion ist ein Streit zwischen Greenpeace und Müller-Milch über genmanipuliertes Tierfutter bei der Milchproduktion.
Nach Angaben von Greenpeace-Sprecherin Carmen Ulmen wurden die acht Aktivisten von Dutzenden Müller-Mitarbeitern geschubst, getreten und geschlagen. Sogar Konzernchef Theo Müller senior habe sich an dem Streit auf dem Kundenparkplatz beteiligt. Zwei Kameras von Journalisten, die die Aktion fotografierten, wurden laut Greenpeace zerstört. Erst die anrückende Polizei habe die Situation entschärfen können. Ernsthaft verletzt wurde aber offenbar niemand. Bei Müller war zunächst niemand für einen Kommentar erreichbar.
Auch in Freising-Weihenstephan versuchte rund ein halbes Dutzend der Umweltschützer Bio-Joghurt an Müller-Mitarbeiter zu verteilen. Hier lief die Aktion aber absolut friedlich ab. Die Demonstranten wurden nach wenigen Minuten vom Werksschutz und der Polizei des Geländes verwiesen.
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