Frankfurt - Über den Verkauf der Mobilfunktochter sei eine Vorentscheidung gefallen, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung". Der Konzern sucht zumindest Partner für einen Teil-Verkauf. Bei Siemens
war am Samstagabend niemand für einen Kommentar zu erreichen.
Die Mobiltelefonie hatte im vergangenen Geschäftsjahr einen Betriebsverlust von 152 Millionen Euro verbucht. Siemens-Chef Heinrich von Pierer hatte im November den Druck auf den schwächelnden Bereich erhöht. Gerade die Handysparte steht demnach auf dem Prüfstand und muss schleunigst überzeugende Konzepte liefern. Bestandsgarantien gab von Pierer nicht. Finanzvorstand Karl-Heinz Neubürger hatte später erklärt, dass Siemens im Januar entscheiden werde, ob die ertragsschwache Fertigung saniert, geschlossen oder verkauft würde. Auch eine Kooperation käme in Betracht.
Erst im Sommer hatten die Belegschaften an den Standorten Kamp-Lintfort und Bocholt längeren Arbeitszeiten und einem Lohnverzicht akzeptiert, um die Werke zu erhalten. Jetzt geht dort wieder die Angst vor Jobverlust dort um. "Die Braut wurde schön gemacht für einen Verkauf", fürchten Arbeitnehmervertreter.
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