Berlin - Die "Passauer Neuen Presse" zitierte Rogowski gestern mit den Worten, der Kanzler mache derzeit eine hervorragende Figur. Im Zusammenhang mit der Asien-Visite des Kanzlers lobte Rogowski: "Schröder ist kein Mann der Distanz, er ist einfach im Umgang. Und er ist ungemein hilfsbereit, greift sofort nach dem Telefon." Die große Fähigkeit des Kanzlers sei zudem, wirklich zuhören zu können. "Bei seinem Vorgänger war das schwieriger", sagte Rogowski. Der Kanzler sei bei der Wirtschaft wegen seiner Reformpolitik "derzeit ungemein beliebt".
Von der Union sei die Wirtschaft hingegen "tief enttäuscht".Eine Führung oder ein Zukunftskonzept sei nicht erkennbar. Stattdessen gebe es von der Union derzeit nur Streit. Desillusioniert sei man insbesondere vom CSU-Vorsitzenden Edmund Stoiber: "Er ist als Mensch wenig zugänglich, und programmatisch muss man geradezu fragen: Wer ist Stoiber?" CSU-Chef Edmund Stoiber reagierte in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" auf die Vorwürfe: "Ich bin erstaunt, dass Herr Rogowski Schröders ökonomisches Scheitern mit galoppierender Verschuldung, Arbeitslosigkeit und Reformstau einfach ausblendet."
Der BDI-Präsident verkenne den Einsatz der Union. "Herr Rogowski ist offenbar enttäuscht von mir. Denn ich habe durchgesetzt, dass die Union bei der solidarischen Mitfinanzierung der Wirtschaft für die Krankenversicherung bleibt. Das ist gut für die Arbeitnehmer, die Union und Deutschland." Er könne und werde vielen Wünschen der Wirtschaft entgegenkommen, sagte Stoiber. "Aber ich werde niemals alle Wünsche der Wirtschaft erfüllen."
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