Berlin - Die Nachrichtenagentur Reuters beziffert die Zahl der Stellen, die 2005 gestrichen werden soll, auf 9000. Die Agentur beruft sich auf nicht näher genannte Quellen in Unternehmenskreisen.
Der Personenverkehr müsse mit 3600 die Hauptlast tragen. In den ICE und IC würden rund 300 Zugbegleiter betroffen sein, in den Reisezentren etwa 500 weitere Mitarbeiter. In der angeschlagenen Schienen-Güterverkehrssparte Railion sollten 1700 Stellen abgebaut werden und damit weniger als noch zuletzt geplant. Ein Bahn-Sprecher sagte, dass Stellenabbau kein Unternehmensziel sei. Einen Kommentar zu den Zahlen gab er nicht ab.
Kündigungsschutz nur für Veteranen
Am Nachmittag wollten sich Bahn-Management und Gewerkschaften zu abschließenden Gesprächen über einen Beschäftigungspakt treffen. Mitarbeiter, die länger als fünf Jahren beschäftigt waren, sollen danach nicht von betriebsbedingten Kündigungen betroffen sein. Im Gegenzug sollen die Arbeitskosten vor allem über eine Verlängerung der Arbeitszeit um 5,5 Prozent sinken.
In Unternehmenskreisen hieß es, insgesamt würden im Konzern sogar 11.400 Stellen gestrichen. Allerdings würden auch 2400 neu geschaffen. Im Nahverkehr werde damit der Stellenabbau im Wesentlichen in diesem Jahr abgeschlossen sein. In den folgenden Jahren sollen sich die Mitarbeiterzahlen in etwa stabilisieren.
Einigung erwartet
Beim Ticketverkauf setzt die Bahn vor allem auf Automaten und das Internet und will daher Reisezentren schließen und Mitarbeiter an den Schaltern einsparen. Zudem erwägt sie, Fahrscheine auch über Agenturen etwa in Supermärkten anzubieten.
Ende November hatten sich Bahn und die Eisenbahnergewerkschaften Transnet und GDBA bereits auf Eckpunkte zu einer Beschäftigungssicherung verständigt. Neben dem Verzicht auf Kündigungen von länger Beschäftigten soll es auch eine Gewinnbeteiligung geben. Die Bahn will von diesem Jahr ab wieder Gewinn machen und diesen in den kommenden Jahren steigern.
Am Dienstagnachmittag wird mit einer endgültigen Einigung gerechnet. Auch die Lokführergewerkschaft GDL, die sich bislang an den Gesprächen nicht beteiligt hat, wird mit am Tisch sitzen.
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