Washington - Das Defizit erhöhte sich im Oktober um auf 55,5 Milliarden Dollar, wie das US-Handelsministerium mitteilte. Das war ein Zuwachs von 8,9 Prozent gegenüber dem Oktober 2003. Volkswirte hatten im Schnitt nur mit einem Defizit um 53 Milliarden Dollar gerechnet.
In den ersten zehn Monaten weitete sich der Fehlbetrag damit auf 500,5 Milliarden Dollar aus. Schon jetzt wurde der Rekordwert von 496,5 Milliarden Dollar übertroffen, der im Gesamtjahr 2003 erzielt wurde.
Die Exporte stiegen den Angaben zufolge um 0,6 Prozent auf 98,1 Milliarden Dollar und erreichten damit eine neue Rekordmarke. Die Importe erhöhten sich aber um 3,4 Prozent auf 153,5 Milliarden Dollar - ebenfalls ein Rekord. Der monatliche Anstieg ist der größte seit knapp zwei Jahren.
Auch Defizit im China-Handel wächst
Das Defizit in der Handelsbilanz mit China weitete sich auf den neuen Rekordwert von 16,8 Milliarden Dollar aus. Vor einem Jahr hatte das Defizit noch 13,7 Milliarden Dollar betragen. Trotz des starken Euros kletterten die Importe aus der EU auf 24,7 Milliarden Euro. Das ist der zweithöchste jemals erreichte Wert.
Der Dollar geriet nach Veröffentlichung der Daten leicht unter Druck. Der Euro erreichte mit 1,3335 Dollar ein Tageshoch, fiel dann aber auf 1,3300 Dollar zurück. Die negative Handelsbilanz ist mitverantwortlich für das enorme Leistungsbilanzdefizit, das wiederum als wichtiger Grund für die anhaltende Dollar-Schwäche gilt. Ein schwacher Dollar ist für den Abbau des Defizits hilfreich.
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