Wirtschaft



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14.12.2004
 

Beschäftigungspakt

Bahn verzichtet bis 2010 auf Kündigungen

Das Bahn-Management und die Gewerkschaften haben ihr Beschäftigungsbündnis verlängert. Die Bahn verzichtet auf Kündigungen, die Arbeitnehmer stimmen längeren Arbeitszeiten zu. Stellen werden trotzdem gestrichen - auf "sozial verträgliche" Weise.

Berlin - "Wir haben unterschrieben. Es ist vollbracht", sagte Bahnchef Hartmut Mehdorn nach einem Spitzengespräch in Berlin. Im Kern sieht die Einigung einen Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis 2010 vor.

Bahn-Mitarbeiter in München-Moosach: Mehrarbeit und - vielleicht - eine Gewinnbeteiligung
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DPA

Bahn-Mitarbeiter in München-Moosach: Mehrarbeit und - vielleicht - eine Gewinnbeteiligung

Die Arbeitskosten sollen vor allem durch eine Verlängerung der Arbeitszeiten um 5,5 Prozent sinken. Von derzeit 38 Wochenstunden soll die Arbeitszeit in einen Korridor zwischen 35 und 40 Stunden übergehen. Ab 2005 sollen die Mitarbeiter beteiligt werden, falls die Bahn Gewinne abwirft. Der Abschluss gilt für rund 150.000 Beschäftigte.

Mehdorn sprach von einem großen Schritt, der zur "Zukunftsfähigkeit" des Staatsunternehmens beitrage. Der Verhandlungsführer der Gewerkschaft Transnet, Alexander Kirchner, sagte, bei der Bahn müsse niemand Angst vor Arbeitslosigkeit haben.

Job-Abbau vor allem im Personenverkehr?

Zu Meldungen über einen 2005 bevorstehenden Abbau von rund 9000 Jobs bei der Bahn sagte ein Sprecher, es sei nicht Ziel, Stellen abzubauen, sondern wirtschaftlich zu arbeiten. Der Abbau einer Stelle bei der Bahn bedeute nicht, dass Menschen in die Arbeitslosigkeit entlassen würden. Vielmehr geschehe die Stellenreduzierung sozial verträglich. Betroffenen werde eine andere Arbeit im Konzern angeboten. Die Zahl von 9000 stimme jedenfalls nicht, sagte Bahn-Personalvorstand Norbert Bensel.

Zuvor hatten mehrere Nachrichtenagenturen gemeldet, der langsame Personalabbau solle im Zuge der Sanierung weitergehen. Der Personenverkehr müsse mit 3600 die Hauptlast tragen. In den ICE und IC würden rund 300 Zugbegleiter betroffen sein, in den Reisezentren etwa 500 weitere Mitarbeiter. In der angeschlagenen Schienen-Güterverkehrssparte Railion sollten 1700 Stellen abgebaut werden und damit weniger als noch zuletzt geplant.

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