Berlin - Wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa ergab, fürchten die Kassen im nächsten Jahr unkalkulierbare Ausgaberisiken. Nur wenige Kassen reduzieren ihre Sätze.
Einige Kassen mit bislang nicht kostendeckenden Beiträgen werden sogar teurer. Der durchschnittliche Satz aller 279 gesetzlichen Kassen liegt derzeit bei 14,2 Prozent. Er sank im Jahresverlauf um 0,1 Punkte. Von der Politik waren 13,6 Prozent angepeilt worden.
Kassenverband: Ärzte überschreiten Budgets
Unterdessen wird bekannt, dass die Hamburger Landesvertretung des Verbandes der Angestellten-Krankenkassen (VdAK) gegen die Kassenärztliche Vereinigung (KV) in Hamburg klagen könnte. Eine solche Klage werde geprüft, berichtet die "Bild"-Zeitung. Der Grund dafür sei, dass sich die rund 3000 Hamburger Ärzte mit Kassenzulassung nicht an die mit den Kassen vereinbarten Budgets hielten.
2002 seien die Ausgaben für Arzneimittel um 38 Millionen Euro oder mehr als zehn Prozent überschritten worden, 2003 sogar um 73 Millionen oder fast 20 Prozent, sagte der Leiter der VdAK-Landesvertretung Günther Ploß demnach.
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