München - "Wir werden mehr als 700 A380 bauen und über den gesamten Lebenszyklus 150 Milliarden Euro einnehmen", sagte Airbus-Chef Noel Forgeard der "Süddeutschen Zeitung". Das Programm sei für über 40 Jahre angelegt.
Ab 2008 sollen jährlich 35 Exemplare des doppelstöckigen Flugzeugs, das 555 Passagieren Platz bietet, ausgeliefert werden. "Der A380 wird 25 bis 30 Prozent zu unserem Umsatz beisteuern. Der Ergebnisbeitrag wird noch darüber liegen", sagte Forgeard. Für dieses Jahr rechnet Forgeard, der im Sommer an die Spitze des Mutterkonzerns EADS
wechselt, auch mit Bestellungen aus China.
Forgeard will Auslieferung forcieren
Airbus hatte mit 320 ausgelieferten Flugzeugen im vergangenen Jahr erneut seine Marktführerschaft verteidigt. Die Europäer hatten den US-Konkurrenten Boeing erstmals 2003 überflügelt. Auch in diesem Jahr will Airbus mit 350 bis 360 ausgelieferten Flugzeugen seine Marktführerschaft beweisen.
In der Zukunft peilt Forgeard jährliche Auslieferungen von 400 Flugzeugen an. Dazu müsse eher die Produktivität als die Mitarbeiterzahl erhöht werden, sagte Forgeard.
"Die Gewinnschwelle liegt beim A380 bei 250 Flugzeugen. Für den A350 wird sie ein bisschen höher sein", sagte Forgeard. Airbus hatte erst im Dezember grünes Licht für den A350 bekommt, der mit der 7E7 Dreamliner von Boeing
konkurriert. Die A350 - ein mittelgroßes Flugzeug für die Langstrecke - soll ab 2010 ausgeliefert werden.
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