Berlin - "In wenigen Jahren droht in Deutschland ein Handwerkermangel, weil zu wenige junge Menschen Friseur, Fleischer oder Bäcker werden wollen", sagte der Chef des Deutschen Industrie- und Handelskammertags der Zeitung "Die Welt". Auch in Zukunft werde es relativ einfache Tätigkeiten geben, die mit Sorgfalt erledigt werden müssen, so Braun weiter.
Braun widersprach zugleich der Forderung mancher Politiker, die Hauptschule abzuschaffen. Diese müsse jedoch grundlegend reformiert werden. "Wichtig ist, die praktischen Fähigkeiten der Schüler zu fördern. In enger Kooperation mit Betrieben in der Nähe müssen die Hauptschüler fit für den Beruf gemacht werden." "Wir brauchen natürlich Facharbeiter. Hauptschüler mit einem ordentlichen Abschluss haben daher gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz", sagte der DIHK-Chef.
Außerdem plädierte er für mehr Ganztagsangebote. Davon profitieren vor allem Jugendliche aus Einwanderer- und sozial schwachen Familien, die von ihren Eltern nicht ausreichend unterstützt werden.
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