Wirtschaft



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10.02.2005
 

"Autisten"

IG-Metall-Chef Peters wütet gegen Manager

Nun schaltet sich auch IG-Metall-Chef Jürgen Peters in die Debatte um Stellenabbau bei wirtschaftlich erfolgreichen Unternehmen ein. Der Gewerkschafter attackierte deutsche Konzernvorstände mit drastischen Worten.

IG-Metal-Chef Peters: Kündigungsschutz verschärfen
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AP

IG-Metal-Chef Peters: Kündigungsschutz verschärfen

Hamburg - Unternehmen wie die Deutsche Bank versündigten sich an der sozialen Marktwirtschaft, sagte Peters der "Bild"-Zeitung. "Die Gewinnmaximierung auf Kosten der Allgemeinheit ist Verrat an der Gesellschaft. Solche Firmen sollten wir ächten, die müssen moralisch an den Pranger", forderte Peters. Die Deutsche Bank hatte in der vergangenen Woche angekündigt, trotz eines Jahresüberschusses von 2,5 Milliarden Euro 6400 Stellen abzubauen.

Der Gewerkschaftschef warf den betreffenden Führungskräften Gefühlskälte vor. "Einige Manager sind zu sozialen Autisten mutiert, die emotional völlig von ihren Belegschaften entfremdet sind und die Menschen nur noch als Kostenfaktor betrachten. Dabei sind gerade die Arbeitnehmer diejenigen, die die Gewinne erwirtschaften", sagte Peters.

Peters forderte die Bundesregierung auf, das Verhalten der Konzerne beim Stellenabbau unter schärfere Auflagen zu stellen. "Wir müssen verhindern, dass Heuern und Feuern, wie die Union es will, so leicht wird wie in den USA", fordert er. Statt den Kündigungsschutz weiter zu lockern, müsse er gerade jetzt verschärft werden.

Alarmstimmung bei der Deutschen Bank

Die öffentliche Empörung sorgt nunmehr auch für innerbetrieblichen Druck bei der Deutschen Bank. Mehr und mehr Betriebsräte plädierten dafür, mit Kritik am Vorstand an die Öffentlichkeit zu gehen, schreibt der "Tagesspiegel" unter Berufung auf das Umfeld des Gremiums. Der Bankenexperte der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di, Wolfgang Hermann, sagte der Zeitung: "Ackermanns Ansehen ist auch in der Bank schwer beschädigt."

Ein führender Manager der Bank, der nicht genannt werden wollte, sagte dem "Tagesspiegel", die ganze Debatte sei schockierend. "Der Boykott ist völlig ungerechtfertigt, schließlich haben wir keine vergifteten Lebensmittel verkauft. Der Zorn trifft die Falschen, nämlich die Mitarbeiter in den Filialen."

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insgesamt 209 Beiträge zum Forum...
Die neuesten Beiträge:
13.08.2006 von Mule:

............aber die Deutsche Bank hat den fiesesten Dauergrinser als Oberhaupt. Menschen, die immer grinsen sind mir ein absolutes Greuel! mehr...

10.08.2006 von vordenker: DAX Unternehmen

Jetzt auch noch SAP, Telecom, TUI und andere DAX-Unternehmen, die heute wegen Gewinnwarnungen starke Kursverluste hatten. Das sind doch keine Einzelfälle mehr. Das Fehlbesetzung von Vorständen und Managern, ala Esser. TUI [...] mehr...

09.08.2006 von Bloomberg76:

Mag ja sein. In dem gegebenen Fall werden aber nur die Immobilien, die Markenrechte und die Kunden verkauft (komische Formulierung eigentlich). Die Firma selbst bleibt im Eigentum der DZ und somit ändert sich für die Mitarbeiter [...] mehr...

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