Hamburg/München - Finanzkreise sagten gegenüber SPIEGEL ONLINE, dass zwischen 2000 und 2500 Stellen bei der HypoVereinsbank
"möglichst sozialverträglich" abgebaut werden sollen. Der Stellenabbau stehe in Zusammenhang mit einem Programm zur Effizienzsteigerung, das im vergangenen November aufgelegt wurde.
Betroffen seien vor allem "vertriebsferne Bereiche". Das Einsparvolumen wird auf jährlich knapp unter 300 Millionen Euro beziffert.
Ein Sprecher des zweitgrößten deutschen Kreditinstituts wollte dies nicht kommentieren. Er verwies auf die anstehende Bilanzpressekonferenz am kommenden Donnerstag. Aktienanalysten rechnen damit, dass die Bank wegen der bereits im Januar angekündigten Abschreibungen auf Immobilienkredite den höchsten Quartalsverlust der Unternehmensgeschichte verkünden wird.
Sonderabschreibungen belasten
Die HypoVereinsbank hatte im Januar Sonderwertberichtigungen in Höhe von 2,5 Milliarden Euro vorgenommen. Die Berichtigung werde im Konzernabschluss 2004 berücksichtigt und zu einem entsprechenden Verlustausweis führen, hieß es. Zusätzlich hatte der Finanzkonzern Rückstellung für den anstehenden Personalabbau im Umfang von 250 Millionen Euro angekündigt.
Branchenkreise erwarten allerdings, dass die HypoVereinsbank 2004 ihr Minimalziel für das Betriebsergebnis ohne die Sonderabschreibung weitgehend erreicht. Das Betriebsergebnis werde annähernd 1,4 Milliarden Euro betragen, hieß es. "Das vierte Quartal war für die HypoVereinsbank wie für alle Banken nicht schlecht", erklärten die Kreise. Die Bank wollte sich dazu nicht äußern.
Die HypoVereinsbank hatte als Ziel für das Betriebsergebnis 2004 ursprünglich eine Spanne von 1,4 Milliarden bis 1,7 Milliarden Euro genannt, sich aber davon nach den ersten neun Monaten verabschiedet. Der Betriebsgewinn Ende September lag bei 898 Millionen Euro und damit deutlich unter dem anteiligen Wert.
Jörn Sucher
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