Wirtschaft



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23.03.2005
 

Ifo-Index

Stimmung der deutschen Wirtschaft ist frostiger als erwartet

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft ist deutlich schlechter als von Experten bisher angenommen. Der Geschäftsklimaindex des Wirtschaftsinstituts ifo gab im März überraschend nach, vor allem Einzelhandelsunternehmen beurteilen die Aussichten düster.

Konjunktur: Wirtschaftslage weiterhin schwierig
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AP

Konjunktur: Wirtschaftslage weiterhin schwierig

München - Der ifo-Geschäftsklimaindex fiel von 95,4 Punkten im Vormonat auf 94 Punkte im März. Das teilte das ifo-Institut in München mit. Damit ist die Stimmung in der deutschen Wirtschaft frostiger als von Beobachtern prognostiziert. Volkswirte hatten im Durchschnitt 95,5 Punkte erwartet. Bereits im Februar war der viel beachtete Index gefallen.

Die Unternehmen beurteilten im März sowohl die aktuelle Lage als auch die Geschäftsaussichten für die nächsten sechs Monate deutlich skeptischer. "Leider verdichten sich die Anzeichen für eine Verringerung der konjunkturellen Dynamik", sagte ifo-Präsident Hans-Werner Sinn.

Der Teilindex für die aktuelle Lagebeurteilung verschlechterte sich überraschend von 94,5 Punkten im Vormonat auf 93,3 Punkte und trübte sich damit zum dritten Mal in Folge ein. Nach Einschätzung von Sinn ist im März insbesondere der erhoffte Aufschwung der Investitionsgüternachfrage noch nicht in Gang gekommen.

Keine Nachfrage im Inland

Im verarbeitenden Gewerbe ging das Geschäftsklima den Angaben zufolge stark zurück, weil die Unternehmen ihre aktuelle Lage spürbar ungünstiger bewerteten. Aber auch die Geschäftsaussichten seien nicht mehr so optimistisch wie im Vormonat beurteilt worden. Unverändert gut schätzten die Industrieunternehmen dagegen ihre Exportchancen ein. Wieder eingetrübt hat sich dem ifo zufolge auch das Geschäftsklima im Einzelhandel.

Vor allem die weiter schwache Inlandskonjunktur hat nach Einschätzung von ifo-Volkswirt Klaus Abberger im März auf die Stimmung der Firmen in Deutschland gedrückt. "Der Hauptgrund dürfte nach wie vor die schwache Binnennachfrage sein, dass hier keine Dynamik kommt, sagte Abberger am Mittwoch. Die Exportfirmen bewerteten ihre Chancen zwar weiterhin gut, die Ertragslage werde aber etwa durch den hohen Euro belastet. Nach der Schwäche zum Ende 2004 habe sich zum Jahresauftakt keine Beschleunigung der Gesamtwirtschaft gezeigt.

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