Frankfurt am Main - In 16 von 56 untersuchten Produkten seien Bestandteile von genmanipulierten Nahrungsmitteln gefunden wurden, schreibt das Magazin "Öko Test". Bis auf eine Ausnahme liege der Gehalt aber unterhalb des Schwellenwerts von 0,9 Prozent. Daher müsse er auch nicht auf der Verpackung deklariert werden. Lediglich ein Vogelfutter habe erheblich mehr gentechnisch verändertes Soja enthalten, ohne dass dies auf der Verpackung notiert worden sei.
Vor allem Lebensmittel auf Soja- oder Maisbasis seien betroffen, heißt es in dem Magazin. Nicht immer sei klar, wie die gentechnisch veränderten Bestandteile in das Produkt geraten konnten. Zu Vermischungen mit konventionellen Pflanzen könne es bei Ernte, Lagerung, Transport und Verarbeitung kommen.
Farbstoffe, Pestizide, Schimmelpilzgift
In einem weiteren Test schreibt die Zeitschrift, in Paprika und Curry befänden sich oft gefährliche Farbstoffe, Rückstände von Pflanzenschutzmitteln und Schimmelpilzgifte. Insgesamt wurden 36 Paprika-, Curry- und Pfefferprodukte analysiert. Danach waren alle zwölf getesteten Pfeffer-Produkte "sehr gut".
Weniger eindeutig sei das Ergebnis bei Paprika: Neben sechs "sehr guten Produkten" schneiden vier mittelprächtig ab: zwei mit "befriedigend" und zwei mit "ausreichend". Beim Curry gebe es zwar auch acht "sehr gute" und ein "gutes" Produkt, allerdings seien gleich vier Produkte mit "ungenügend" bewertet worden.
In einer Curry-Sorte hat das Labor den Angaben zufolge die verbotenen Farbstoffe Sudanrot I und IV aufgespürt. Diese werden bei der Verdauung in Stoffe gespalten, die als Krebs erregend und Erbgut verändernd gelten. Viele der untersuchten Gewürze enthalten Spuren von Schimmelpilzen, wie es weiter heißt. Zum Teil werde sogar der gesetzliche Grenzwert für Aflatoxine überschritten, die als hochgiftig und Krebs erregend gelten.
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