Berlin - Er persönlich begrüße einen entsprechenden Vorschlag der Internationalen Energieagentur IEA, sagte Piebalgs der "Welt". "Wenn Autos in Deutschland mit 200 Stundenkilometern über die Straße rasen, verbrauchen sie natürlich viel Benzin."
Als Energiekommissar habe er in dem Punkt aber keine Zuständigkeit. "Das Thema Tempolimit in Europa sollte allerdings in der Zukunft diskutiert werden." Die IEA will beim Jahrestreffen der Energieminister im Mai vorschlagen, dass Fahrzeuge auf Fernstraßen nicht schneller als 90 Stundenkilometer fahren dürfen.
Den aktuellen Ölpreis von rund 55 Dollar pro Barrel (159 Liter) nannte Piebalgs "zu hoch". Dies schade der Konkurrenzfähigkeit und der wirtschaftlichen Entwicklung der Europäischen Union. Hier seien aber nicht nur die Öl-Produzenten, sondern auch die Verbraucherländer gefragt. "Bei der Steigerung der Energieeffizienz und beim Einsatz erneuerbarer Energien hat die EU noch erheblichen Nachholbedarf."
Der Energiekommissar sprach sich zudem für mehr Transparenz und bessere Informationssysteme auf dem Ölmarkt aus. "Wenn es bei der Preisbildung mehr Transparenz gibt, ist die Volatilität der Preise geringer. Solange dies nicht gelingt, bleibt der Ölpreis eine Geisel der Spekulanten."
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