München - Die Privilegien waren dem früheren Mannesmann-Chef, der Anfang 2000 bei der Übernahme von Mannesmann durch Vodafone noch Chefaufseher des Konzerns war, eigentlich auf Lebenszeit zugesichert worden.
Vodafone will aber trotzdem nicht mehr für Funks Büro, seine Sekretärin, seinen Dienstwagen und seinen Chauffeur bezahlen, wie ein Sprecher des Mobilfunkkonzerns der "Süddeutschen Zeitung" sagte. Für Funks Ansprüche gebe es keine Rechtsgrundlage.
Funk war im Sommer 2004 im Mannesmann-Prozess vom Vorwurf der Untreue freigesprochen worden. Prozessbeoachter waren sich aber einig, dass Funk sich im Zuge der Mannesmann-Übernahme noch problematischer verhalten hatte als die anderen Angeklagten.
So hatte Funk Anfang 2000 selbst vorgeschlagen, man solle ihm eine Prämie zahlen, obwohl er zum damaligen Zeitpunkt bereits aus der aktiven Unternehmensführung ausgeschieden war. Zudem hatte Funk zunächst im Präsidium des Aufsichtsrates über die Auszahlungen an sich selbst mit abgestimmt - ein schwerer Formfehler, der von den Wirtschaftsprüfern von KPMG schon damals beanstandet wurde.
Womöglich kommt es für Funk noch dicker: Der Generalbundesanwalt Kay Nehm hält die Freisprüche im Mannesmann-Prozess für falsch und setzt sich für eine Neuauflage des Verfahrens ein. Ob es dazu kommt, könnte der Bundesgerichtshof schon im Herbst entscheiden.
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