Wirtschaft



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20.06.2005
 

Teure Energie

RWE bleibt bei hohen Strompreisen

Mit dem neuen Energiewirtschaftsgesetz will Rot-Grün den Strommarkt liberalisieren und so für niedrigere Preise sorgen. Der Versorger RWE sieht dennoch keine Folgen für sein Geschäft. Deutschlands Privathaushalte und Industriekunden müssen ihre Hoffnungen auf sinkende Strompreise wohl vorerst begraben.

RWE-Kraftwerk: Absage an niedrigere Preise
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DPA

RWE-Kraftwerk: Absage an niedrigere Preise

Hamburg - RWE-Chef Harry Roels erwartet durch die Novelle keinen Druck auf die Strompreise. Zwar bringe das Gesetz mehr Wettbewerb, schrieb Roels in einem Gastbeitrag für die "Financial Times Deutschland". Aber man dürfe "nicht vergessen, dass Wettbewerb nicht gleich automatisch zurückgehende Preise bedeutet". "Vor allem dann nicht, wenn eine wachsende weltweite Nachfrage nach Energie das Angebot verknappt und die Politik mit einem Bündel an Maßnahmen die Energie weiter verteuert", so Roels.

Die rot-grüne Bundesregierung hat ein neues Energiewirtschaftsgesetz verabschiedet, das für mehr Wettbewerb auf dem Strom- und Gasmarkt sorgen soll. Unter anderem soll die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post künftig als "Bundesnetzagentur" die Strom- und Gasnetze regulieren und den Netzbetreibern Höchstpreise vorschreiben.

Die Stromkonzerne in Deutschland stehen wegen drastischer Tariferhöhungen unter Beschuss. Mehr als 120 Betriebsräte aus der Aluminiumindustrie haben am Freitag in einer Resolution günstigere Preise gefordert. Die Stromwirtschaft soll ihre Preise für die Aluminiumbranche fair gestalten, so die Resolution. Hintergrund der Forderung ist nicht zuletzt die Ankündigung des norwegischen Konzerns Norsk Hydro, zwei Aluminiumwerke in Deutschland wegen zu hoher Energiekosten zu schließen.

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