Hamburg/Köln - Die gute Nachricht ist: In Deutschland muss inzwischen fast niemand mehr in den eigenen Wänden Platzangst bekommen. Im Westen stehen jedem Bürger im Schnitt 41,2 Quadratmeter Wohnraum zur Verfügung, wie das Institut der deutschen Wirtschaft aus Köln (IW) in seinem aktuellen Wochenbericht vorrechnet. Die Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2004.
Im Osten liegt der Durchschnittswert für die Wohnfläche pro Person immerhin bei 38 Quadratmetern - 10,6 mehr als im Jahr des Mauerfalls. Laut IW ist dieser Komfort-Schub einerseits durch den Neubau von Häusern und Wohnanlagen im Osten verursacht worden. Anderseits habe sich auch der Fortzug von Menschen aus den neuen Bundesländern statistisch ausgewirkt.
Schwabenland nur im Mittelfeld
In Hamburg mache sich in der Statistik bemerkbar, dass nur wenige Bürger dort Eigenheime besitzen, so das IW. Innerhalb der Grenzen des Stadtstaats gibt es wenig Raum für den Neubau, zugleich sind eigene Immobilien für die meisten unbezahlbar. Im Schnitt müssen die Hamburger mit 36 Quadratmeter pro Person auskommen - der schlechteste Durchschnittswert in ganz Deutschland. In Berlin hingegen sind es 38,7, im dritten Stadtstaat Bremen 40,4 Quadratmeter pro Person.
Im Westen hat nicht etwa das Häuslebauer-Land Baden-Württemberg (41 Quadratmeter pro Kopf) den besten Wert zu bieten, sondern das Saarland: Jeder Bürger hat dort statistisch gesehen 46 Quadratmeter zum Wohnen. Weitere Werte: Rheinland-Pfalz kommt auf 45,1, Niedersachsen auf 43,5, Bayern auf 42,6, Hessen auf 41,7, Schleswig-Holstein auf 41,5 Quadratmeter Wohnraum pro Kopf. Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen liegt der Wert bei 38,9.
Obwohl sehr dünn besiedelt, schneidet Mecklenburg-Vorpommern bei den Ost-Ländern am schlechtesten ab: Hier stehen jedem Einwohner nur 36,8 Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung. In Sachsen sind es den Angaben zufolge 37,7, in Thüringen und Brandenburg 37,9, und in Sachsen-Anhalt 39,3 Quadratmeter pro Kopf.
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