Wirtschaft



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28.07.2005
 

Altersvorsorge

Rentenloch viel größer als erwartet

Das Loch in der Rentenkasse weitet sich dramatisch aus. Gestern hatte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt einen vorübergehenden Engpass eingestanden. Einem Zeitungsbericht zufolge fehlt den Rentenversicherungen aber auch im Oktober und November Geld - insgesamt 2,6 Milliarden Euro.

Rentnerin: Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik ist ein Darlehen notwendig
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DDP

Rentnerin: Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik ist ein Darlehen notwendig

Hamburg/Mainz - Die Rentenversicherer benötigten im Oktober einen Vorschuss von 1,2 Milliarden Euro auf die monatlichen Zahlungen aus dem Bundeszuschuss, berichtet die "Bild"-Zeitung heute. Im November bräuchten die Rentenkassen nach internen Berechnungen sogar 1,4 Milliarden Euro, davon müsste der Bundesfinanzminister zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik sogar rund 400 Millionen Euro als zinsloses Darlehen gewähren.

Gestern hatte Bundessozialministerin Schmidt(SPD) bestätigt, dass die Rentenversicherung wegen zu geringer Einnahmen im September zum ersten Mal seit 20 Jahren wieder einen Vorschuss von knapp 500 Millionen Euro aus dem Bundeshaushalt benötigen. Sie hatte jedoch in Aussicht gestellt, dass sich die Einnahmesituation ab Oktober wieder verbessern werde. Es wäre nicht schlimm, den Bundeszuschuss vorzuziehen, da der Rentenversicherung das Geld ohnehin zustehe, sagte Ulla Schmidt dem "Tagesspiegel". Eine Rentenkürzung oder Beitragserhöhung schloss die SPD-Politikerin aus: "Beides kommt für die Regierung nicht in Frage", sagte Schmidt. Auch eine obligatorische Zusatzrente sei kein Thema. Forderungen des Arbeitgeberchefs Dieter Hundt sowie des Präsidenten des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Ludwig Georg Braun, das Renteneintrittsalter auf 67 Jahre anzuheben wies Schmidt zurück. Angesichts der hohen Arbeitslosigkeit bei den Über-55-Jährigen sei es müßig über eine Erhöhung zu reden, sagte sie im ZDF.

Arbeitgeberchef Hundt lehnte seinerseits in der "Berliner Zeitung" Forderungen des Wirtschaftsexperten Bert Rürup ab, die Löhne deutlich zu erhöhen, um die Rentenzahlungen zu stabilisieren. Stattdessen forderte er eine Senkung des Rentenniveaus: "Alles andere wäre Gift für den Arbeitsmarkt, würde Arbeitsplätze vernichten und weitere Beitragsausfälle in den Rentenkassen verursachen."

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06.06.2010 von pragi: Die Finanzierung

Ob das ganze wirklich finanzierbar ist vermag ich nicht zu überprüfen. mehr...

06.06.2010 von hermannw.: User rolli, ich möchte......

mit Argumenten, Transparenz und Offenheit überzeugen. Sie haben mich ja angesprochen auf einer der vorherigen Seiten. Jeder kann wissen wer ich bin. Man braucht nur auf die HP von Deutschlandsneuedemokraten zu googlen. Man ruft [...] mehr...

06.06.2010 von amidetoys:

Dieses Zitat von Milton Friedman zeigt schon seinen postkapitalistischen Ansatz für den Sozialstaat als negative Einkommensteuer. Er ist gegen einen Wohlfahrtsstaat durch beitragszahlende Erwerbstätige, sondern für einen [...] mehr...

06.06.2010 von amidetoys:

Schmunzel, samsonax, destatis führt auch politische Statistikparameter. Die AG-Sozialabgaben gehören insofern nicht zum Lohn, weil sie im Gegensatz zu den Arbeitnehmerabgaben nicht steuer- und sozialversicherungspflichtig sind. [...] mehr...

06.06.2010 von samsonax:

Das finde ich interessant, denn dann betrachtet wenigstens das Statistische Bundesamt den AG-Anteil als Teil des Arbeitnehmerbruttos. Insofern müsste es den Arbeitnehmer dann eigentlich egal sein, wenn der AG-Anteil bei der GSV [...] mehr...

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