Wirtschaft



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13.08.2005
 

Ein-Euro-Jobs

Kommunen wollen 150.000 zusätzliche Stellen

Kleine Betriebe und Handwerker klagen seit Monaten über den Wettbewerbsdruck, der durch die Ein-Euro-Jobs entsteht. Die Kommunen sehen da gar kein Problem. Sie wollen deren Zahl sogar noch deutlich ausweiten.

Ein Euro Jobber: Häufig gibt es keine Alternative
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DPA

Ein Euro Jobber: Häufig gibt es keine Alternative

Osnabrück - Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, sprach in einem Interview mit der "Osnabrücker Zeitung" von insgesamt 350.000 möglichen Arbeitsgelegenheiten. Das wären 150.000 Stellen mehr als derzeit angeboten werden. Die Kritik von Handwerks-Präsident Otto Kentzler an der hohen Zahl der Ein-Euro-Jobs wies Landsberg als völlig übertrieben zurück. Der Rückgang der kommunalen Investitionen seit 1992 um mehr als 40 Prozent schade dem Handwerk weitaus mehr als es Ein-Euro-Jobs es jemals tun könnten. Außerdem gebe es aktuell erst für jeden zehnten Langzeitarbeitslosen eine solche Beschäftigungsmöglichkeit.

"Wir schätzen, dass Kommunen und Wohlfahrtsverbände bundesweit ohnehin nicht mehr als die genannten 350.000 Ein-Euro-Jobs organisieren und einrichten können", fügte er hinzu. Das sei für den ersten Arbeitsmarkt unschädlich und liege deutlich unter den von Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement anvisierten 600.000 Jobs.

Ein-Euro-Jobs hätten sich zunehmend als sinnvolle und segensreiche Einrichtung für viele Langzeitarbeitslose erwiesen, die dadurch erstmals seit Jahren wieder an eine normale Beschäftigung herangeführt würden, sagte der Verbandschef weiter. In Gebieten mit hoher Arbeitslosigkeit wie in Ostdeutschland gebe es häufig gar keine Alternative zu den Ein-Euro-Jobs. Wer dieses Instrument reduzieren wolle, nehme den Menschen dort jede Hoffnung, kritisierte Landsberg.

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