Frankfurt am Main - Das Bruttoinlandsprodukt werde 2005 im Euro-Raum voraussichtlich nur um 1,3 statt 1,4 Prozent wachsen, sagte der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, heute in Frankfurt am Main. Für 2006 rechnen die Notenbanker nur noch mit 1,8 statt mit zwei Prozent Wachstum.
Gleichzeitig hob die EZB ihre Inflationsprognosen für 2005 und 2006 an. Vor dem Hintergrund des hohen Rohölpreises werde nun mit einer Inflationsrate zwischen 2,1 und 2,3 Prozent im laufenden Jahr gerechnet, sagte Trichet. Bisher war eine Spanne von 1,8 bis 2,1 Prozent ausgewiesen worden. Für 2006 sei mit einer Teuerung zwischen 1,4 und 2,4 Prozent auszugehen, hieß es weiter. Bisher lagen die Prognosen zwischen 0,9 und 2,1 Prozent.
Die Zinsen für den gemeinsamen Währungsraum ließ die Zentralbank unverändert. Wie die Währungshüter nach der turnusmäßigen Sitzung des EZB-Rates mitteilten, bleibt der entscheidende Leitzins bei zwei Prozent.
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Wirtschaft | Twitter | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2005
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH