Wirtschaft



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01.09.2005
 

Teures Öl

EZB senkt Wachstumsprognose

Angesichts hoher Ölpreise revidiert die Europäische Zentralbank ihre Konjunkturaussichten für das laufende Jahr. Damit korrigieren die Währungshüter ihre Vorhersage in diesem Jahr zum dritten Mal nach unten.

Frankfurt am Main - Das Bruttoinlandsprodukt werde 2005 im Euro-Raum voraussichtlich nur um 1,3 statt 1,4 Prozent wachsen, sagte der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, heute in Frankfurt am Main. Für 2006 rechnen die Notenbanker nur noch mit 1,8 statt mit zwei Prozent Wachstum.

Gleichzeitig hob die EZB ihre Inflationsprognosen für 2005 und 2006 an. Vor dem Hintergrund des hohen Rohölpreises werde nun mit einer Inflationsrate zwischen 2,1 und 2,3 Prozent im laufenden Jahr gerechnet, sagte Trichet. Bisher war eine Spanne von 1,8 bis 2,1 Prozent ausgewiesen worden. Für 2006 sei mit einer Teuerung zwischen 1,4 und 2,4 Prozent auszugehen, hieß es weiter. Bisher lagen die Prognosen zwischen 0,9 und 2,1 Prozent.

Die Zinsen für den gemeinsamen Währungsraum ließ die Zentralbank unverändert. Wie die Währungshüter nach der turnusmäßigen Sitzung des EZB-Rates mitteilten, bleibt der entscheidende Leitzins bei zwei Prozent.

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