Peking/Paris - Chinas Wirtschaft boomt ungebremst und das auch in Zukunft. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) schätzt, dass die Volksrepublik spätestens im Jahr 2010 der größte Exporteur der Welt sein wird. Einer in Peking und Paris veröffentlichten Studie zufolge werden chinesische Waren und Dienstleistungen in fünf Jahren zehn Prozent des Welthandels ausmachen.
Der jährliche Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) werde sich aus heutiger Sicht nicht verlangsamen. Nach neun Prozent in diesem Jahr werde das BIP der Volksrepublik 2006 um 9,2 Prozent wachsen.
Dem Bericht zufolge hat sich die Zahl der in absoluter Armut lebenden Chinesen reduziert. Aber: "Das Einkommensniveau ist immer noch niedrig und die Ungleichheit steigt - nicht nur zwischen Städten und ländlichen Gegenden, sondern auch innerhalb der wohlhabenderen Regionen der Küstenprovinzen."
Um gegen diese Entwicklung anzugehen, verlangt die OECD von Peking, die Mobilität zwischen Land und Stadt zu erleichtern. Zugleich schlägt sie den Ausbau von Gesundheits- und Bildungssysteme in den Ballungszentren vor. Besonders wichtig ist die Reform des Rentensystems, denn in den nächsten beiden Jahrzehnten werde die Zahl alter Menschen in China rapide zunehmen. Die OECD empfahl, das Rentenalter anzuheben und Rentenansprüchen, die bisher regional gebunden sind, landesweit Geltung zu verschaffen.
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