Wirtschaft



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18.09.2005
 

Siemens

4000 Jobs in Kommunikationssparte gefährdet

Bei Siemens müssen mehrere Tausend Mitarbeiter um ihren Job bangen. Wie das manager magazin berichtet, stehen in der krisengeschüttelten Kommunikationssparte zahlreiche Stellen zur Disposition.

Siemens-Logo: Drohender Kahlschlag in der Kommunikationssparte
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AP

Siemens-Logo: Drohender Kahlschlag in der Kommunikationssparte

Hamburg/München - In der Kommunikationssparte Com von Siemens Chart zeigen könnte es zu einem massiven Arbeitsplatzabbau kommen. Wie das manager magazin vorab berichtet, werden in dem Bereich weltweit 4224 Stellen gestrichen, davon 2860 in Deutschland. Die Maßnahme soll in ein bis anderthalb Jahren abgeschlossen sein.

Am stärksten betroffen ist das Geschäft mit Kommunikationssystemen für Unternehmen. In der Sparte wird die Zahl der Jobs um 2838 reduziert, davon 2049 in Deutschland. Bei den Mobilfunk- und Festnetzen entfallen 797 Stellen (Deutschland: 311). Die Streichungen im Bereich Schnurlostelefone und andere Geräte belaufen sich auf 294 Arbeitsplätze weltweit, davon 205 in Deutschland. Zudem soll die Com-interne IT nach Indien verlagert werden, was weitere 295 Jobs kostet.

Siemens wollte zu den Zahlen keine Stellung nehmen. "Das sind Spekulationen, die wir nicht kommentieren", sagte ein Sprecher gegenüber SPIEGEL ONLINE. Siemens richtet derzeit nicht nur das Geschäft der defizitären Kommunikationssparte neu aus. Auch die Bereiche IT-Dienstleistungen (SBS) und Logistik (L&A) hatten das vergangene Quartal mit Verlusten abgeschlossen. Der Münchener Konzern kündigte daraufhin an, einzelne Bereiche auszugliedern und Kosten einzusparen. Gewerkschafter befürchten den Wegfall von bis zu 10.000 Stellen.

Laut einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" wird Siemens-Chef Klaus Kleinfeld direkt nach der Bundestagswahl Lösungen für alle drei Problemsparten vorstellen. "Wir werden uns am Montag zum weiteren Vorgehen in den drei Bereichen äußern, die im letzten Quartal Verluste gemacht haben", zitiert die Zeitung einen Konzernsprecher. Der Termin stehe aber in keinem Zusammenhang mit der Wahl, sondern sei "abhängig von internen Abläufen und der gesetzlich vorgeschriebenen Beteiligung der Mitarbeiter an der Entscheidungsfindung".

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