Nürnberg - Der Aufsichtsrat der zum schwedischen Electrolux-Konzern gehörenden AEG werde am Freitag die Schließung der Fabrik mit 1750 Mitarbeitern empfehlen, erfuhr das "Handelsblatt" aus Unternehmenskreisen. Es gebe kaum noch eine Chance für das ehemalige Stammwerk der Traditionsmarke AEG, die Electrolux vor elf Jahren komplett übernommen hatte. In dem Nürnberger Werk werden Geschirrspül- und Waschmaschinen hergestellt.
Der AEG-Aufsichtsrat wird bei seiner Sitzung am Freitag in Brüssel auch ein von den Gewerkschaften in Auftrag gegebenes Gutachten diskutieren. Die Beschäftigten wollen auf Lohn verzichten und flexibler arbeiten. Allerdings sah Electrolux-Chef Hans Straberg nicht einmal freiwillige Lohnsenkungen als Rettungsmöglichkeit für die 1750 Arbeitsplätze in Nürnberg an.
Für Montag hat die Gewerkschaft eine Betriebsratsversammlung angekündigt. Die endgültige Entscheidung über das Schicksal des Nürnberger Werkes wird von der Electrolux-Zentrale in Stockholm getroffen.
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