Wirtschaft



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03.10.2005
 

Merger-Gerüchte

Fusionsphantasie treibt Telekom-Aktien

Die Übernahme würde rund 20 Milliarden Euro kosten: Laut "Wall Street Journal" interessiert sich die spanische Telefónica für den Kauf der niederländischen KPN, zu der auch E-Plus gehört. Die Beteiligten dementieren - ihre Aktienkurse steigen trotzdem.

Madrid - "Wir kommentieren normalerweise keine Fusionsgerüchte. In diesem Fall weisen wir ausdrücklich zurück, dass Gespräche mit KPN geführt worden sind", sagte ein Sprecher von Telefonica Chart zeigen heute in Madrid. Auch KPN Chart zeigen dementierte einen entsprechenden Zeitungsbericht. Es habe keine Anfrage zur Aufnahme von Übernahmegesprächen aus Spanien gegeben.

Telefónica-Zelle auf Ibiza: Geld genug hätten die Spanier
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DDP

Telefónica-Zelle auf Ibiza: Geld genug hätten die Spanier

Das "Wall Street Journal" hatte unter Berufung auf ungenannte informierte Personen über erste Übernahmegespräche berichtet. Telefónica - inzwischen der drittgrößte Telekomkonzern der Welt - und KPN hatten bereits im Jahr 2000 über einen Zusammenschluss verhandelt, diese Gespräche waren jedoch gescheitert.

Am Aktienmarkt wurden die Übernahmespekulationen ungeachtet der Dementis voll in Kursgewinne umgesetzt. So stieg die Aktie von KPN in Amsterdam um mehr als fünf Prozent. Die Telefónica-Aktie tendierte in Madrid mit dem Markt leicht im Plus.

Analysten: "Strategisch sinnvoll"

Bei Finanzexperten stieß die Möglichkeit eines Zusammenschlusses beider Konzerne zumindest auf Sympathie. Die niederländische Bank ING erhöhte ihr Kursziel für die KPN-Aktie auf 6,80 Euro, behielt aber die Verkaufsempfehlung "Sell" bei.

"Strategisch wäre ein solcher Schritt sinnvoll", hieß es in einer Markteinschätzung der Amsterdamer Bank ABN Amro. Die Geschäftsbereiche von KPN und Telefonica würden sich ergänzen. Zudem erlaube die finanzielle Situation von Telefónica einen solchen Schritt ohne größeren Aufwand, hieß es.

KPN-Chef Ad Scheepbouwer hatte im August erklärt, der Konzern sei zurzeit kein Übernahmeziel. Die Niederländer und die Deutsche Telekom hatten jüngst Gespräche über eine Übernahme des britischen Mobilfunkanbieters O2 ergebnislos beendet.

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