Frankfurt am Main - Die betroffenen rund 8000 Kunden hätten auf Internetseiten von Drittanbietern Dienste über ihr Handy und einen PIN-Code bestellt, sagte O2-Sprecher Stefan Zuber. Von den Betreibern der Seiten sei aber nicht deutlich gemacht worden, dass es sich bei den Angeboten um feste Abonnements mit Kosten von 9,98 Euro pro Tag handelte. Überdies hätten die Kunden keine dem Betrag entsprechenden Inhalte erhalten.
Der O2-Sprecher bestätigte damit einen Bericht des ARD-Wirtschaftsmagazins "Plusminus". Der Sendung zufolge wurden im Juli und August mit Angeboten wie "hausaufgaben.de" vor allem bei Kindern und Jugendlichen abkassiert.
"Wir halten dieses Angebot für sittenwidrig", sagte Zuber dazu. O2 wolle seine Kunden vor solchen Angeboten schützen und habe die Abrechnungs-Schnittstelle zu den Drittanbietern, die gegen Vertragsvereinbarungen mit O2 verstoßen hätten, inzwischen geschlossen
Auch andere Anbieter betroffen
Zuber wies ausdrücklich darauf hin, dass die Rückzahlung freiwillig geschehe, da der Vertrag nicht zwischen O2 und den Kunden zu Stande gekommen sei, sondern O2 nur die Abrechnung vollzogen habe. Man behalte sich juristische Schritte gegen die Drittanbieter vor.
Auch andere Mobilfunkanbieter seien betroffen, berichtete das ARD-Magazin weiter. Allein bei T-Mobile seien mehr als 20.000 Kunden geschädigt worden. Ein Sprecher von T-Mobile wollte keine Zahl betroffener Kunden nennen. Er sagte aber, das Unternehmen werde sicher stellen, dass die Kunden ihr Geld zurückbekämen - unabhängig davon, ob sie sich beschwert hätten oder nicht.
T-Mobile habe den Vertragszwischenhändler, der Internetseiten-Betreibern das Bezahlen per Handy anbiete, dazu aufgefordert, den Kunden Geld gutzuschreiben. Die Zugänge für die Zahlung per Handy auf den entsprechenden Seiten seien gesperrt worden.
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