New York - Beide Unternehmen führten ernsthafte Verhandlungen mit Time Warner
über eine Minderheitsbeteiligung bei der Internetsparte des Medienkonzerns, schreibt das "Wall Street Journal" (WSJ) in seiner Onlineausgabe unter Berufung auf mit dem Fall vertraute Personen.
Die genaue Struktur der Zusammenarbeit sei noch unklar. Möglicherweise würden Comcast und Google
Google und Comcast seien mehr an AOLs Internetportal als am Zugangsgeschäft interessiert, das zuletzt unter stark sinkenden Abonnentenzahlen litt. Durch eine mögliche Allianz würden die drei Unternehmen an Yahoo
heranrücken, dem gemessen an der Reichweite und Werbeumsätzen derzeit größten Internetdienstleister.
Ein Time-Warner-Sprecher wollte den Bericht gegenüber der Zeitung nicht kommentieren. Bei Google war zunächst niemand für einen Kommentar zu erreichen.
Jeder spricht mit jedem
Das mutmaßliche Gebot der beiden Medienunternehmen könnte eine Reaktion auf die jüngsten Entwicklungen im Portalgeschäft sein. Unlängst war bekannt geworden, dass es beim Redmonder-Softwareriesen Microsoft
Planspiele gibt, die eine Verschmelzung des Seattler Portals MSN mit einem Wettbewerber vorsehen. Dazu soll es bereits Verhandlungen mit Time Warner gegeben haben.
Möglicherweise versucht Google, einem derartigen Deal zuvorzukommen. Das Unternehmen steht bei Diensten wie Webmail oder Internetsuche vor allem mit dem kalifornischen Portal Yahoo in Wettbewerb. Dabei droht Google ins Hintertreffen zu geraten: Wie gestern bekannt wurde, wollen Microsoft und Yahoo ihre kostenlosen Messaging-Dienste im Internet miteinander verbinden, weitere Kooperationen könnten folgen.
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