Wirtschaft



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18.10.2005
 

VW-Affäre

Staatsanwalt ermittelt gegen Audi-Betriebsrat

Die Affäre um Begünstigung des Betriebsrates und Korruption bei Europas größtem Autobauer Volkswagen weitet sich aus. Jetzt gerät auch der Betriebsratschef bei der Tochtermarke Audi ins Visier der Ermittler.

Audi-Betriebsrat Meier: Kein dienstliches Gepräge
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Audi-Betriebsrat Meier: Kein dienstliches Gepräge

Hannover - Gegen den Betriebsratschef von Audi, Xaver Meier, werde wegen des Verdachts der Beihilfe zur Untreue ermittelt, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Braunschweig, Klaus Ziehe. Auch gegen den früheren VW-Betriebsrat und heutigen Geschäftsführer des Fußballvereins VfL Wolfsburg, Bernd Sudholt, und einen dritten Beschuldigten laufen demnach Ermittlungen aus dem selben Grund. Den Namen des dritten Beteiligten wollte Ziehe nicht nennen, weil es sich um keine Person des Zeitgeschehens handele. Damit wird jetzt in der VW-Affäre gegen neun Personen ermittelt.

"Es besteht der Verdacht, dass die Beschuldigten an einer Veranstaltung teilgenommen haben, die möglicherweise kein dienstliches Gepräge hatte", sagte Ziehe. Das Ganze habe sich im Frühjahr 2001 abgespielt. Einen Bericht von "Focus Online", wonach die drei Beschuldigten an einer Feier mit Prostituierten teilgenommen haben sollen, wollte Ziehe nicht bestätigen. Dem Bericht zufolge soll die Party 30.000 Mark gekostet haben und über Volkswagen Chart zeigen abgerechnet worden sein.

Zum betreffenden Zeitpunkt war Sudholt Stellvertreter des im Zuge der VW-Affäre zurückgetretenen VW-Betriebsratschefs Klaus Volkert. Gegen Volkert ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Beihilfe oder Anstiftung zur Untreue.

Volkswagen-Werk in Wolfsburg: Drei neue Verdächtige in der Affäre
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DPA

Volkswagen-Werk in Wolfsburg: Drei neue Verdächtige in der Affäre

Im Zusammenhang mit einer möglichen Begünstigung des Betriebsrates laufen seit kurzem auch Ermittlungen wegen Beihilfe zur Untreue gegen zwei SPD-Parlamentarier: gegen den Bundestagsabgeordneten und VW-Betriebsrat, Hans-Jürgen Uhl, und den niedersächsischen Landtagsabgeordneten und Betriebsratschef des VW-Werkes Hannover, Günter Lenz.

Bereits Anfang Oktober hatte die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen auf den früheren VW-Personalvorstand Peter Hartz ausgeweitet. Er soll von Spesen und Vergünstigungen an den Betriebsrat Kenntnis gehabt und sie gebilligt oder unterstützt haben.

Bindeglied des Managements zum Betriebsrat war der frühere Personalmanager Klaus-Joachim Gebauer, dessen Vernehmung erheblich zur jüngsten Ausweitung der Ermittlungen beigetragen hat. Gegen Gebauer und den früheren Personalvorstand der VW-Tochter Skoda, Helmuth Schuster, laufen Ermittlungen wegen Untreue und Betrugs. Sie sollen gemeinsam ein Netz von Tarnfirmen in mehreren Ländern aufgebaut haben, um sich auf VW-Kosten zu bereichern.

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