Hamburg - Anderfalls seien Einkommenseinbußen durch Einschnitte oder Nullrunden bei der gesetzlichen Rentenversicherung unausweichlich, heißt es in einem Bericht der "Bild"-Zeitung unter Berufung auf Verhandlungskreise der geplanten Großen Koalition. Über Einzelheiten und mögliche Ausnahmen bei bestehenden Betriebsrentenansprüchen und anderen Vorsorgemöglichkeiten soll in den kommenden Arbeitsgruppengesprächen beraten werden.
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) lehnt einen Zwang zur Privatvorsorge entscheiden ab. "Eine Riester-Pflicht bringt nur noch mehr Bürokratie und Kosten", sagte GDV-Sprecherin Gabriele Hoffmann der "Bild"-Zeitung. Geringverdiener würden auch mit einer Zwangsrente nicht erreicht, weil sie häufig keinen festen Arbeitsplatz haben. Genau um diese Verbraucher gehe aber bei der Riester-Rente.
Auch der Geschäftsführer des Deutschen Instituts für Altersvorsorge, Bernd Katzenstein, warnt in der Zeitung: "Eine Zwangsrente wäre der völlig falsche Weg. Die private Altersvorsorge sollte privat bleiben und nicht auch noch vom Staat geregelt werden".
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Wirtschaft | Twitter | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2005
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH