Berlin - Die Koalitionsarbeitsgruppe unter Leitung des designierten Bundesverbraucherschutzministers Horst Seehofer (CSU) und der Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) habe sich auf entsprechende Maßnahmen verständigt, berichtet die "Berliner Zeitung". Demnach wollen die Koalitionäre den Verkauf von Lebensmitteln unter Einstandspreis künftig grundsätzlich untersagen.
Im Zuge einer Novelle des Kartellrechts solle der ruinöse Preiswettbewerb zwischen den Lebensmitteldiscountern begrenzt und kleinere und mittlere Betriebe vor Wettbewerbsnachteilen geschützt werden. Das Vorhaben stehe noch unter dem Vorbehalt einer Gesamteinigung zwischen Union und SPD, hieß es weiter. Sollte es umgesetzt werden, dürften die Discounter auch kurzzeitig keine Lebensmittel mehr zu Billigstpreisen anbieten.
Zwar verbietet das Kartellrecht schon heute den dauerhaften Verkauf von Produkten unter dem Einstandspreis. Doch gegen kurzfristige Aktionen, die zum Teil nur wenige Tage dauern, gibt es bislang keine Handhabe.
Unter dem sogenannten Einstandspreis versteht das Bundeskartellamt den Herstellerpreis abzüglich aller Rabatte und Vergünstigungen. Verbraucherschützer und Erzeuger fordern schon lange ein schärferes Vorgehen gegen solche Billigangebote bei Lebensmitteln.
Auf anderen Social Networks posten:
Wo kommen dann aber im Moment all die Hunderte Milliarden her? mehr...
...... Der Verbraucher hat aber eine ungeheure Macht: Mit dem, was er kauft, bestimmt er, was produziert wird. Mit Preisvergleichen kann er darüber entscheiden, ob Abzocker erfolgreich sein können. Nur, leider, nutzt er [...] mehr...
Es ist schon komisch. Wenn Firmen den Preis einer Ware anheben, weil die Ware angeblich knapp ist/wird, wenn die Preise steigen, weil es kaum Konkurrenz gibt, dann ist das für die 'freien Marktwirtschaftler' in Ordnung. Dann [...] mehr...
Nehmt doch bitte die rosarote Brille ab! Solange noch "freie Kapazitäten" in einem Markt sind, werden immer kleine Ungleichgewichte ganz große (nicht immer positive) Reaktionen zur Folge haben! In der [...] mehr...
Weniger ist die Frage ob Geiz geil ist, sondern viel mehr wie sich noch mehr sparen lässt oder wo man noch weniger Geld ausgeben kann. Das führt dann zwar irgendwann zum zusammenbruch der Wirtschaft wenn alle so spitzen rechnen [...] mehr...
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Wirtschaft | Twitter | RSS |
| alles zum Thema Merkels Große Koalition | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2005
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH