New York - Eine Yahoo-Sprecherin bestätigte gegenüber dem "Wall Street Journal" ein Treffen zwischen Yahoo-Chef Terry Semel und Time-Warner-Chef Richard Parsons in New York. Yahoo
hätte jedoch nie eine klare Offerte für AOL
abgegeben. Angesichts der vorgeschlagenen Verkaufsbedingungen habe man gepasst.
AOL kann diese Entscheidung gut verkraften, schließlich galt Yahoo nur als ein Interessent von vielen. Auch Erzrivale Google
Für die beiden Kontrahenten Google und Microsoft geht es noch um mehr. Derzeit nutzt AOL die Suchtechnologie von Google. Im vergangenen Jahr erhielt der Suchmaschinen-Anbieter im Rahmen der Vereinbarungen 300 Millionen Dollar dafür. Würde Google das Ringen um seinen größten Einzelkunden verliert, würden dem Unternehmen über zehn Prozent seines Gesamtumsatzes verloren gehen. Denn Microsoft erhofft sich, mit einer Beteiligung an AOL seinen großen Internet-Konkurrenten auszustechen und seine eigene Suchmaschinen-Technologie bei AOL zu etablieren.
Möglicherweise wird sich schon nächste Woche andeuten, wer das lukrative Geschäft macht. Dem "Wall Street Journal" zufolge könnte Time Warner dann bis dahin einen Partner für exklusive Verhandlungen auswählen. Derzeit lieferten sich die beiden Bieter noch ein Kopf-an-Kopf-Rennen.
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