Brüssel/Rom - Gleich 18 Millionen Stück der "Gedenkmünze" wollen die Italiener prägen lassen. Das Geldstück soll an die Unterzeichnung des EU-Verfassungsvertrages Ende Oktober 2004 erinnern. Die fand in Rom statt, was die italienische Regierung offenbar mit Nationalstolz erfüllt - auch wenn das Verfassungsdokument wohl gar keine Gültigkeit mehr erlangen wird.
Zwei-Euro-Münzen: Anlass für Nationalstolz
EU-Kommissionssprecherin Amelia Torres sagte offiziell heute lediglich, es sei Sache der Mitgliedstaaten, die nationale Seite der Euro-Münzen zu entwerfen.
Stückzahl höchst unüblich
Bald wird man wohl auch in Frankreich und den Niederlanden, den beiden Ablehner-Ländern, mit dem italienischen Geldstück bezahlen können. Die Münze ist gesetzliches Zahlungsmittel in sämtlichen Euro-Ländern. Sie zeigt auf der Münzrückseite einen Stier und Europa, die die Verfassung in Händen hält - umrahmt von den Worten "Constituzione Europea".
Normalerweise bleiben nur wenige EU-Gedenkmünzen dauerhaft im Umlauf. Meist werden sie in sehr viel kleinerer Auflage geprägt als nun in Italien geplant, die Exemplare verschwinden rasch in den Alben von Sammlern. So gibt der Vatikan im Dezember anlässlich des Weltjugendtags eine Zwei-Euro-Münze mit dem Kölner Dom als Hauptmotiv heraus. Ihre Auflage: gerade mal 100.000 Stück.
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