Wirtschaft



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28.11.2005
 

Alpen-Krösus

Ein Schwede ist reichster Schweizer

Börsenhausse und Immobilienboom haben die Reichsten der Schweiz in diesem Jahr noch deutlich reicher gemacht. An der Spitze steht allerdings einmal mehr ein Skandinavier, nämlich der Ikea-Gründer Ingvar Kamprad.

Zürich - Die Reichsten-Rangliste des Schweizer Magazins "Bilanz" weist für die Top 300 einen Vermögenszuwachs von 31 Milliarden Franken auf 400 Milliarden Franken aus. An der Spitze steht einmal mehr Ikea-Gründer Ingvar Kamprad. Der Möbelindustrielle hält gleich einen doppelten Rekord. Mit einem geschätzten Vermögen von 20 bis 21 Milliarden Franken holte er erneut den Titel des Reichsten im Lande. Und mit einem Zuwachs von fünf Milliarden machte Kamprad auch noch den größten Sprung binnen Jahresfrist.

Ikea-Gründer Kamprad: Doppelter Rekord
REUTERS

Ikea-Gründer Kamprad: Doppelter Rekord

Der Tamiflu-Effekt und andere erfolgreiche Medikamente ließen die Roche-Erben, die Familien Oeri und Hoffmann, an die zweite Stelle vorrücken. Ihr Vermögen wird nun auf 15 bis 16 Milliarden Franken geschätzt. Auf dem dritten Platz ist weiterhin die Familie Bertarelli mit ihrer Beteiligung am Genfer Biotechunternehmen Serono von neun bis zehn Milliarden Franken.

Unter den Top Ten sind wie im vergangenen Jahr fünf Schweizer und fünf aus dem Ausland zugezogene Superreiche. Sie kommen zusammen auf ein Vermögen von 103 Milliarden Franken, während der Schnitt aller 300 "nur" 1,33 Milliarden ausmacht. Die Rangliste enthält dieses Jahr 22 Newcomer, darunter die Agnelli-Tochter Margherita Agnelli de Pahlen, die von der Westschweiz aus das Familiensilber der Fiat-Dynastie im Wert von einer bis eineinhalb Milliarden Franken verwaltet.

Reichste Frau in der Schweiz ist die Brauerei-Erbin Charlene L. de Carvalho-Heineken mit einem Vermögen von fünf bis sechs Milliarden Franken. Drei bis vier Milliarden nennt die im Tessin lebende Heidi Horten, die Witwe des deutschen Kaufhauskönigs, ihr Eigen. Als reichster Manager wird Fritz Gerber mit 300 bis 400 Millionen Franken aufgeführt.

Absteiger des Jahres ist Curt G. Engelhorn, dessen Vermögen um zwei Milliarden Franken schrumpfte. Der einstige Besitzer von Boehringer Mannheim hat das Geld aber weder verprasst noch verspekuliert, sondern nach Informationen der "Bilanz" seinen fünf Kindern als Erbvorbezug vermacht.

Nicht mehr auf der Liste steht der Besitzer des Londoner Luxuskaufhauses Harrods, Mohammed Al-Fayed. Er ist mit seinen eins bis 1,5 Milliarden Franken vom Genfersee ins noch steuergünstigere Monaco umgezogen.

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