Nach Informationen des SPIEGEL und anders als bislang angekündigt lässt sich die Bundesagentur für Arbeit auch im nächsten Jahr von der Consultingfirma McKinsey beraten.
Das klingt fast wie die Wiederholung einer Nachricht aus dem März 2005: Trotz einer Ermahnung des Bundesrechnungshofes im Vorjahr, die Beratungsetats der Bundesanstalt nicht in einem so hohen Maße nur den Unternehmensberatungen McKinsey und Roland Berger zukommen zu lassen, hatte die Bundesagentur im März erneut Aufträge für mehr als 20 Millionen Euro an McKinsey vergeben. Das entsprach 87,5 Prozent aller entsprechenden Gelder, die die Bundesagentur 2004 zu vergeben hatte. Die folgende Kritik führte zu der Versicherung, sich 2006 nicht mehr auf McKinsey stützen zu wollen.
Das sieht man bei der Bundesagentur anscheinend wieder anders. Die Experten des Düsseldorfer Unternehmens sollen neue so genannte Handlungsprogramme entwickeln, mit denen Arbeitslose besser unterstützt und die Beschäftigungsmaßnahmen wirkungsvoller eingesetzt werden können. Dafür will die Nürnberger Behörde im nächsten Jahr über sechs Millionen Euro ausgeben.
Gut die Hälfte davon stammt aus nicht abgerufenen Mitteln dieses Jahres. Der Rest sind zusätzliche Gelder. Der McKinsey-Auftrag hatte in der Vergangenheit auch deshalb massive Kritik provoziert, weil die Firma zuvor schon für die Hartz-Kommission der Bundesregierung tätig war und so angeblich einen Wettbewerbsvorsprung gegenüber der Konkurrenz besaß. Die Bundesagentur hatte bis vor kurzem angegeben, dass der McKinsey-Auftrag Ende dieses Jahres auslaufe.
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