New York - Die Möglichkeit einer Pleite sei "nicht weit hergeholt", sollte der gegenwärtige Trend bei dem angeschlagenen US-Konzern anhalten, sagte Standard & Poor's-Analyst Scott Sprinzen gestern Abend. Die General-Motors-Aktie
gab daraufhin nachbörslich 1,6 Prozent auf 22,67 Dollar nach.
Bereits zuvor hatte Standard & Poor's (S&P) das Kredit-Rating für General Motors (GM) um weitere zwei Stufen herabgesetzt. Die Agentur bewertet den Autokonzern nun mit "B", fünf Stufen unterhalb einer Investmentempfehlung. Die Summe der ausstehenden GM-Schulden bezifferte S&P zum 30. September mit 285 Milliarden Dollar.
Die Kreditbewerter warnten davor, dass GM möglicherweise seine Schulden umstrukturieren müsse, falls sich die Lage nicht bessere. Sprinzen sagte auf einer Telefonkonferenz, S&P halte es für nötig, deutlich auf die Risiken des Ratings hinzuweisen. Der Ausblick für GM sei negativ. Damit könnte die Bewertung in den kommenden beiden Jahren weiter gelockert werden. Ein schlechtes Rating macht die Geldbeschaffung für Unternehmen teurer.
GM hat in diesem Jahr einen Milliarden-Verlust angehäuft und kündigte zuletzt den Abbau von 30.000 weiteren Arbeitsplätzen an. In Europa hatte der Opel-Mutterkonzern bereits im vergangenen Jahr ein Sanierungsprogramm durchgesetzt, das allein in Deutschland den Abbau von rund 10.000 Jobs vorsieht.
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