Nürnberg - Der Großteil des Betrages sei durch Mehrarbeit und eine längere Tätigkeit der Projektgruppe entstanden, bestätigte die Bundesagentur für Arbeit (BA) heute einen Bericht des Radiosenders NDR Info. Durch die Fehler in dem von der Telekom-Tochter T-Systems entwickelten Programm A2LL entstünden der BA zudem Zinsverluste durch zu hoch berechnete Krankenkassenbeiträge für die Arbeitslosengeld-II-Empfänger.
Mit der betroffenen Software werden die Daten der rund fünf Millionen Bezieher von Arbeitslosengeld II erfasst und die Leistungen ausgezahlt. Seit der Einführung zum Jahresbeginn war es dabei zu Software-Pannen gekommen.
Ein Sprecher der Bundesagentur für Arbeit (BA) bestätigte der Nachrichtenagentur Reuters, dass in den 28 Millionen Euro noch keine Entschädigung an die Krankenkassen enthalten sei, die diese für ihren Mehraufwand bei Fehlzahlungen der Kassenbeiträge erhalten. Grund dafür sei, dass die endgültige Summe noch nicht feststehe.
Die BA hatte im September eingeräumt, dass sie monatlich an die Krankenkassen etwa 25 Millionen Euro zu viel zahle, weil das Computerprogramm den ermäßigten Beitragssatz für Langzeitarbeitslose nicht berücksichtige. Für die Monate Januar bis November hätten die Krankenkassen demnach etwa 275 Millionen Euro zu viel erhalten, die sie an die BA zurückerstatten. Als Entschädigung für ihren Verwaltungsaufwand dürfen sie aber 20 Prozent vorerst behalten, was rund 55 Millionen Euro entspräche.
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Wirtschaft | Twitter | RSS |
| alles zum Thema Arbeitsmarkt | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2005
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH